Thomas Mann an Maximilian Brantl
- Zeitraum
- Mittwoch, 17. September 1947
- Datierung
- 17.9.1947
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Dankt für Geburtstagsglückwünsche und einen Gedichtband. Gesteht, dass er kein homo religiosus sei, aber der neue Humanismus werde nicht ohne religiöse Färbung sein können, da sein Kern die Ehrfurcht vor dem Mysterium Mensch sei. Hat neulich über Nietzsche geschrieben und auf der Reise wiederholt über ihn gesprochen. Im ›Faustus‹ wird B., wenn der Roman ihm vor Augen kommt, einen »Nietzsche-Roman« erkennen. Dankt auch für B.’s Bild. »Ein prächtiger Kopf. Geistlich-bäuerlich-dichterisch-intellektuell.«
