Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

September10

1907
Seeshaupt
Sah mit seiner Frau in München eine »wundervolle« ›Meistersinger‹-Aufführung. – Über seine Arbeit: »Ich wälze unverzagt (oder manchmal doch verzagt) meinen Roman vor mir her.«
1909
Bad Tölz
Hat sich bei Frau Dr. Schäuffelen nach den Namen einiger Münchener Persönlichkeiten erkundigt, die für die Spende zur Liliencron-Stiftung in Frage kommen. Empfiehlt besonders den Herausgeber der ›Münchner Neuesten Nachrichten‹, Thomas Knorr, dessen Zeitung für Liliencron wegen seines nationalen und soldatischen Wesens propagieren würde. Verspricht sich sonst nicht viel von einer solchen Aktion, da Liliencron in Bayern zu unbekannt sei.
1913
Bad Tölz
Nimmt trotz vieler anderer Verpflichtungen B.’s Angebote für Vorlesungen in Zürich und St. Gallen an.
1915
Bad Tölz

Verteidigt den ›Tod in Venedig‹ gegen die Missverständnisse verschiedener Rezensenten. – Argumentiert mit A. über die Französische Revolution und den Weltliberalismus; distanziert sich entschieden von dem »radikalen Literatentum«, den »Intellektuellen par excellence«.

1916
Bad Tölz
Der Fall Dauthendeys sei gewiss schwer und traurig, aber nicht der einzige seiner Art. Ein Schwager von ihm »seufzt seit zwei Jahren in einem australischen Concentrationslager«; dieser sei als Gast der Regierung zu einem Gelehrtenkongress nach Australien gekommen. »Niemand kann ihm helfen, der Krieg währt unabsehbar, er (sic) und Leute dieses Schicksals verlieren die besten Jahre ihres Lebens.« Schlägt einen Aufruf zu einer Geldsammlung für Dauthendey vor, an der er sich beteiligen würde. Selbständig sei er nicht fähig dazu, etwas Wirksames zu tun. Drückt K. seinen Respekt für dessen ausdrucksvolle Erzählung in der ›Neuen Rundschau‹ aus.
1916
Unbekannt
Inhalt unbekannt.
1920
München
Dankt für die Übersendung des Preisdiploms [für den ihm im Dezember 1918 verliehenen Ehrenpreis des Nietzsche-Archivs], an dem er »in jeder Beziehung große Freude habe«.
1920
München
B.s Nachricht erfülle ihn mit herzlicher Teilnahme. Berichtet von seinen Sommeraufenthalten und hofft, B. bald einmal wieder zu sehen.
1920
München
Versichert B. seiner herzlichsten Teilnahme [Näheres nicht ermittelt]. Aus dem Besuch am Chiemsee sei infolge der Erkrankung seiner Frau nichts geworden. Seine sommerliche Erholung habe aus acht Tagen in Garmisch bei Samuel Fischer bestanden.
1929
München
Die Behauptung, dass er von München wegziehen wolle, sei Unsinn. Hat sich in Nidden an der Nehrung um ein Grundstück beworben, wo er ein Sommerhaus aufstellen will. Findet die Nehrung ein herrliches Stück Landschaft und die Ostsee so großartig wie sonst nirgends. – Fährt in Geschäften nach Berlin.
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