Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober09

1915
Bad Tölz
Der Verlag Justus Perthes bittet um einen Beitrag zu dem Sammelwerk ›Der große Krieg als Erlebnis und Erfahrung‹ zugunsten des Roten Kreuzes. Fand in dem Entwurf der Mitarbeiterliste auch H.’s Namen. Würde mittun, wenn er durch H.’s Mitarbeiterschaft dazu ermuntert würde [Mitarbeit kam nicht zustande].
1915
Bad Tölz
Schwankt, ob er einer Mitarbeit-Einladung folgen soll oder nicht. Hat schon mehrere derartige Anträge abgelehnt um einer größeren Arbeit willen, deren Förderung ohnedies durch die Zeitumstände gelitten habe. Könnte ein paar Seiten, aber keinen Bogen liefern. »Oder wollen Sie nicht doch lieber eine essayistisch gewandtere Feder mit der Aufgabe betreuen?«
1918
München
Entschuldigt sich wegen seiner gestrigen Karte [s. Postkarte an Ernst Bertram vom 8.10.1918 / Reg. 18/74] . Dankt für zwei Briefe. – Über den Termin der Taufe von Elisabeth. – Nennt Wilsons 14 Punkte eine »Krokodillenbrut«.
1918
München
Er finde W.s Gedichtbuch »ernst und schön«; seine Grundstimmung sei nichts weniger als frivol sondern stark moralisch. »Ich halte die Inkriminierung für einen Mißgriff.«
1919
Feldafing
Dankt für die »brillant erzählten« Geschichten. »So bald nach dem Platen der starke Novellenband.«
1925
München
Antwort auf eine Rundfrage.
1926
München

Schickt ihr die gedruckte Rede ›Lübeck als geistige Lebensform‹, dankt für ihre »klugen, freien, lebensoffenen Äußerungen« zu seinem »Pariser Reisebüchlein«. Beschreibt im einzelnen seine achttägige Autofahrt mit seiner Frau und Ernst Bertram in die Schweiz zu seiner Tochter Monika in Lausanne und zu seinem Sohn Golo nach Schloß Salem, wo dieser sich aufs Abitur vorbereitet. Fragt nach der Besprechung des ›Zauberberg‹ in ›Velhagen & Klasings Monatsheften‹. Ist verärgert, wenn man von der Kompositionslosigkeit des Romans spreche. »Habe ich dafür all die Jahre dagesessen wie ein orientalischer Teppichmacher und geknüpft, damit man nun sagt, von einer Komposition könne hier nicht gut die Rede sein?« Im ›Tod in Venedig‹ habe er auf 100 Seiten ein dichtes Kompositionsgewebe versucht: »Hier aber überzieht das Gespinst zwölfhundert!« Ihm stehe noch eine Reise nach Berlin zur Eröffnungssitzung der›'Preußischen Akademie der Künste‹ bevor und eine weitere zum Besuch seiner Tochter Erika; im Dezember weitere Reisen nach Wien und Budapest. Inzwischen möchte er aber die schon lange vorbereitete Niederschrift der Josephsgeschichte beginnen. »Der gefährlich unruhige Charakter, den mein Leben seit Jahr und Tag angenommen, ängstet mich.«

1926
München

Übersendet ihm das Personalnachrichten-Formular der Akademie sowie die gewünschte Fotografie. Bittet um Bekanntgabe des genauen Termins der ersten Sitzung.

1926
München

Dankt P. für die Sympathie und das Vertrauen, das er ihm mit seiner heiklen Frage entgegengebracht hat. Würde es aber nicht wagen, durch sein Urteil über Talent und Berufung in das Schicksal anderer einzugreifen. Rät P., vielleicht nicht alles auf die »schriftstellerische Karte« zu setzen, im Erwerbsleben festen Fuß zu fassen und daneben den »produktiven Trieb« zu entfalten, der sich durchsetzen werde, wenn er echt sei.

1930
München
Bittet H. um Rückgabe des Manuskriptes [der Rede zur Platenfeier].
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