Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

September17

1904
Berchtesgaden
Dankt für einen lieben Brief.
1908
Bad Tölz
Dankt für R.s Brief aus der Bretagne, in dem er ausführlicher von sich hören lässt, auch mitteilt, dass er mittlerweile krank geworden sei. – Auf R.s Bitte um ein Darlehen legt er ihm seine finanziellen Verhältnisse dar; durch den Hausbau in Bad Tölz seien seine Honorar-Ersparnisse aufgezehrt, außerdem habe er Bankgeld aufnehmen müssen. Ist bereit, ihm 200 Mark zu leihen, wenn er ihm versichern könne, es bis Ende des Winters zurückzuzahlen. – Wegen des schlechten Wetters zögen sie demnächst in die Stadt.
1909
Bad Tölz
Ist auf R.s Artikel neugierig und fragt, ob dieser vor dem geplanten Buch erscheinen wird. Er möge seine Arbeit bei dem geplanten Besuch im Oktober mitbringen.
1913
Bad Tölz
Nimmt Anteil am Tode von F.’s Sohn Gerhart.
1913
Bad Tölz
Der Züricher Literaturhistoriker Eduard Korrodi will seine Antrittsvorlesung den Arbeiten Thomas Manns widmen und diese dann zu einer größeren Abhandlung ausarbeiten. Fragt bei F. an, ob er Interesse daran habe [s. Brief an Ernst Korrodi vom 13.9.1913 / Reg. 13/74].
1919
München
Übersendet die Pfitzner-Rede zum Abdruck in den ›Süddeutschen Monatsheften‹.
1919
München
Martens habe sich darüber beklagt, dass Fischer bereits Anzeigen für seine Ausgabe von ›Herr und Hund‹ verschicke. Das sei aber nur ein Novitätenverzeichnis, »eine Postkarte, die den Kritikern, den Zeitungen zugeht, damit sie die Neuigkeiten zur Besprechung einfordern«. Fischer wolle nur die Bestellungen zu Weihnachten rechtzeitig hereinbekommen. Damit könne der Schutzverband sich zufrieden geben, denn es ergäbe sich »eine ganz hübsche Anstandspause zwischen den beiden Ausgaben«. Stobbe sei ratlos, denn Preetorius könne die Schwarz-Weiß-Initialien doch nicht handkolorieren. Man müsse für die Vorzugs-Luxusausgabe etwas ausfindig machen, mit dem man die gewöhnliche Luxusausgabe überbieten könne. »Kühne Seglerin Phantasie, wirf ein mutloses Anker hie!«
1926
München
Botschaft zum Paneuropa-Kongress in Wien, dem er leider nicht persönlich beiwohnen kann. Glaubt an den Sieg der europäischen Idee, warnt aber vor zu leichtsinniger Einschätzung der zu überwindenden Hindernisse.
1931
München
Sendet die von L. [Oberbürgermeister von Frankfurt am Main] gewünschten »wenigen Sätze über meine Beziehungen zu Goethe und zu Frankfurt«. Bittet um Aufklärung über die Form der Veröffentlichung. [Der Beitrag ist in dem von der Stadt Frankfurt am Main herausgegebenen Sammelband ›Deutsche Dichter zum Frankfurter Goethejahr 1932‹ enthalten]. Die Stadt München wolle im Frühjahr 1932 »einen Cyklus von Goethe-Theateraufführungen und -vorträgen« veranstalten, und er denke seinem Vortrag »den vertraulichen Charakter zu, von dem ich in dem kleinen Manuskript spreche«.
1933
Sanary-sur-Mer
War erschüttert von H.s Nachrichten; versucht, ihr Mut zuzusprechen, damit sie ausharre, solange es nicht einfach ums Leben geht. Frau Katias Gesundheit sei auch nicht die beste: Die vielen Sorgen und Aufregungen hätten ihr zugesetzt, zudem verträgt sie das Klima schlecht; der Winter werde anstatt in Nizza in Zürich verbracht. Hofft, dass ihn dort eine gute Gesinnung erwartet; sollte er sich exponiert und unfrei fühlen, stehe der Rückweg nach Frankreich offen. Die Dinge in München liegen zur Zeit in der Schwebe; hat keine große Hoffnung auf einen friedlichen Ausgang. Erzählt die Geschichte von Pate B[ertram] aus Köln, der in der Poschingerstraße angerufen habe, um seinen Besuch anzumelden und der dann von Fräulein Kurz über das Nähere aufgeklärt werden musste.
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