Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

September05

1910
Bad Tölz
Bedankt sich für eine freundliche Zuschrift.
1916
Bad Tölz

Ist wegen Krankheit im Rückstand mit der Arbeit an den ›Betrachtungen‹. Augenblicklich schreibt er an der Auseinandersetzung mit Rolland. Da der ›Neue Merkur‹ sein Erscheinen einstellen wird, kann A.’s Manuskript nicht gedruckt werden.

1920
München
Dankt für die schöne, gerechte Studie über die ›Betrachtungen‹. Seinen »Linksradikalismus« dürfe man nicht zu schwer nehmen. Er sei zwar »gut russisch seit je«, glaube aber nicht an die Internationalität des Sozialismus. Das Menschliche verwirkliche sich nur im Nationalen.
1921
Lübeck

Über den Verlauf des Vortrags. – Das Haus seiner Großeltern in der Mengstraße wird von der Stadt angekauft und restauriert.

1923
München
Muss zu seinem Kummer diesmal nein sagen. Durch den ›Zauberberg‹, an dem er hinten schreibt, während vorne schon gedruckt wird, sei er von Korrekturen »überschwemmt«. Hat, sobald er etwas zu Atem komme, einen amerikanischen Brief zu schreiben, »denn die Kinder schreien nach Brot«. – »Aber unter uns:. Fändest du mein Eingreifen, Einspringen, Eintreten denn auch ganz geschmackvoll?« Kerr würde es verurteilen. P. möge Monty Jacobs, der ihm auch geschrieben habe, von seinem Entschluss unterrichten [Zusammenh. unbekannt].
1925
München
Gruß an ein Kind [Nichte von Ida Herz].
1929
München
Hat seine »Change of Adress«-Karte in Rauschen bei Königsberg erhalten; wünscht ihm zur Übersiedlung viel Erfolg. Sie wollen sich in Nidden ein Holzhaus bauen. Grüße vom »Paten-Bibi« an »Paten-Gigi«.
1929
München
Dankt C. für eine Information: wenn Maurras schon in England nicht praktikabel sei, wieviel weniger sei er es in Deutschland! Äußert sich zur »Restauration«, dass es ihm schon himmelangst würde, wenn er das Wort nur höre, so reagiere man wenigstens in München. Dabei sei er geistig eigentlich für alles zu haben, wäre persönlich wohl gar nicht der schlechteste Mann, um bei der Restauration zu helfen. Er fürchte aber, der Geist möchte wieder seine eigenen Wege gehen. Es verlangt ihn danach, mit C. über diese Probleme mündlich zu sprechen.
1930
München
Über die Zeitschrift: »›Die neue Linie‹ hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine anziehende, lebensvolle Zeitschrift, die namentlich den Beifall der Frauen erregen muß, und deren literarisches Niveau ich entschieden beachtlich finde. Mit vielem Dank für die noble Unterhaltung, die mir die Hefte gewährten.«
1930
München
Über Joseph Maria Lutz‹ Roman: »Scharf und lustig, künstlerisch und echt. Ludwig Thoma in seinen besten Tagen hat es nicht besser gemacht.«
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