Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober24

1900
München
Gratuliert seinem Bruder zur 2. Auflage von ›Im Schlaraffenland‹. Auch er sei in diesen Tagen ein wenig berühmt geworden, aber nicht so arg. »Piepsam« habe »allseitige Erschütterung hervorgerufen«, er habe Lobschreiben und Bekanntschaftsanträge in Händen. – Berichtet von seiner Erkrankung: nach 8 Tagen revierkrank, sei er ins Lazarett gekommen, wo sein rechter Fuß, ein Plattfuß, mit einem Druckverband behandelt werden soll. Ist in der Kaserne gut versorgt, Grautoff spielt den »Liebesboten«, der ihn mit Lektüre versorgt: studiert seinen Savonarola, »als ob ich zu Hause wäre«. Ist neugierig, wie sich die Angelegenheit weiterentwickeln wird: der Staat fürchtet, wegen des bei der Musterung übersehenen Fehlers am Fuß Schadensersatz zahlen zu müssen. – Lässt Arthur Holitscher grüßen, der ihm den ›Vergifteten Brunnen‹ geschenkt hat; beauftragte ihn, die Nummer des ›Simplicissimus‹ mit dem ›Weg zum Friedhof‹ an S. Fischer zu schicken und um Nachricht über die ›Buddenbrooks‹ zu bitten. Ist des literarischen Erfolges des Romans sicher, wenn auch der buchhändlerische »gleich Null« sein werde. Die Mutter habe ihm aber Weisung gegeben, 1000 Mark zu verlangen.
1905
München
Lobt K.' Aufnahmen: sie gehörten zu den besten, »die überhaupt von mir gemacht worden sind [...]«.
1910
Bad Tölz

Dankt für die Übersendung von H.s Roman, den er schon in losen Bogen kennengelernt hat. Freut sich über die »würdige Ausstattung«.

1910
Bad Tölz
Bedankt sich für den »jüngsten Zeitungsausschnitt« sowie für geliehene Drucksachen, »die ich wohl ungebührlich lange behielt«, und die er hiermit zurückreiche.
1911
München
Dankt für B.’s Übersetzung der Gedichte von John Keats; ist besonders beeindruckt von den beiden Oden ›An die Melancholie‹ und ›Auf eine griechische Urne‹. – Berichtet von dem wenig befriedigenden Gesundheitszustand seiner Frau. – Hat den Chamisso-Aufsatz beendet, arbeitet an einer Novelle, will dann den Hochstaplerroman wieder aufnehmen. ›An den Friedrich-Traum darf ich noch nicht ernstlich denken.« – Wird am 31.1. in Heidelberg lesen.
1913
Bad Tölz
Würdigt ausführlich M.’s neuen Roman ›Pia‹, hält ihn wegen des darin noch stärker zum Ausdruck kommenden »Martensschen Konservatismus« für sein bestes und echtestes Werk. Manches aus der katholischen Welt Erzählte sei allerdings zu protestantisch empfunden. Erwartet bald den dritten Roman der Trilogie [›Die alten Ideale‹].
1914
München
Möchte sich an einem ›Aufruf zur Würde‹ nicht beteiligen, weil er es absurd finde, sich gegen den Vorwurf, »Barbaren« zu sein, zu verteidigen. »Seitdem nun auch Herr Gorki und ein Senegalese ihn sich zu eigen gemacht haben, wird man sich in Europa wohl allmählich genieren, ihn zu erheben.« Frankreich jetzt zur Würde zu ermahnen, heiße zu viel verlangen.
1915
München
Dankt für die Novellen von Ernst Schubert, ist aber nicht imstande, sie zu besprechen. »Ich bin in einer Arbeit direkter, redender Natur, zu der ich mich aus inneren Gründen rasch entschließen mußte.«
1917
München
Dankt für M.’s anerkennende Worte zu dem ›Palestrina‹-Aufsatz. Eine bibliophile Angelegenheit soll mit Hans Ludwig Held und Emil Preetorius besprochen werden.
1918
München
Übergibt C. ein Schreiben, das man ihm, in der Annahme, er sei der Vorsitzende des Pfitzner-Bundes, zugeschickt habe. »Ich muß mich aber als Nicht-Musiker jeder sachlichen Stellungnahme enthalten.«
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...