Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober31

1905
München
In seinem Beitrag zum Februarheft habe sich ein sinnstörender Fehler eingeschlichen: Schiller habe festgestellt, dass es viel schwerer sei, einen Brief des Junius zu schreiben, als die beste Szene zu machen, wobei man sich fragen müsse, ob nicht das *Schwerere* auch schon das Höhere sei. Also »Schwereres« statt »Honorar«. »Das Honorar für ›gute Szenen‹ ist ›höher als das für philosophische Briefe‹!«
1912
München
Schickt zwei Artikel über ›Königliche Hoheit‹ und die ›Buddenbrooks‹ für die von H. geplante Thomas Mann-Monographie. Fragt sich, wozu H. dieses »Material« brauche. Wenn H. nicht schreiben könne, ohne das neben sich zu haben, was andere verfasst hätten, solle er es lieber bleiben lassen.
1913
Bad Tölz
Lobt H.’s derbe Entgegnung auf den »verruchten« Isemann. Wegen des »Interviews« [s. Postkarte an Hans von Hülsen vom 23.10.1913 / Reg. 13/89] hätte er sich nicht zu bemühen brauchen: es ist ihm unverständlich, wie der »gescheite« Hellpach ihn auf diesen Irrtum festnageln konnte.
1916
München
Hat die Bilder ihres Sohnes [zu ›Tod in Venedig‹] in seinem Breslauer Hotel richtig erhalten und sie nach seiner Rückkehr seiner Frau und einem befreundeten Maler gezeigt. Dieser habe sich sehr anerkennend über die Bilder ausgesprochen, er bevorzuge besonders das Titelblatt und ›Die Lockung‹. Ihm selbst habe ›Der fremde Gott‹ »als Vision und technische Leistung nicht weniger Eindruck gemacht. Und ich habe schließlich bei der Sache ein Wort mitzureden.« Er werde B.’s Sohn in den nächsten Tagen schreiben und wünsche ihm, er möge die Zeiten gut überstehen »und in glücklicheren Tagen sein Talent zu Ihrem Stolz entfalten können«.
1916
München
Seine Zeit in Berlin werde knapp bemessen und ein Treffen nur am Abend in der Sezession in der Pause möglich sein.
1918
München
Antwort auf die Rundfrage ›Wie denken Sie über die Zukunft der Literatur nach dem Kriege?‹
1919
München
Er habe W.s Buch mit Freuden in Empfang genommen. W. werde öffentlich von ihm darüber hören
1920
Feldafing
»Ich bin auf 14 Tage in das Mauseloch geschlüpft, das ich hier unterhalte.« – Erbittet gelegentlichen Anruf.
1924
München
Dankt herzlich für J.s kluge Doktorarbeit über sein Werk.
1924
München
Nimmt dankend die Gastfreundschaft des Ehepaares N. während seines Dresdner Aufenthaltes an. Hofft, dass Fritz Busch während dieser Zeit den ›Tristan‹ aufführt.
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