Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober02

1901
München
Die Ablehnung von Sch.s Gedichten sei nicht von dem ihm bekannten ›Jugend‹-Redakteur geschrieben. Er selbst halte sich etwas zugute darauf, dass noch nie eine Zeile von ihm in diesem »simple[n] Blättchen mit seinem Gesundheitsprotzertum und seinen Schüttelreimen« gestanden habe.
1907
München
Nach der Rückkehr aus Seeshaupt wohnt die Familie in der Arcisstraße, da die Wohnung in der Franz-Josephstraße instand gesetzt wird. – ›Fiorenza‹ soll noch in diesem Monat unter dem künstlerischen Beirat von Professor Otto Hierl-Deronko im Künstlerhaus aufgeführt werden. Wegen der Besetzungssorgen ist seine Arbeitsstimmung »minimal«.
1908
München
Lädt ihn nach München ein. »Hier haben Sie, was Ihr Herz begehrt.«
1909
Bad Tölz
Gibt ihm die günstigste Zugverbindung nach Bad Tölz an.
1911
Bad Tölz
Dankt für H.’s ihm übersandte Klavierkompositionen, die er sich in München vorspielen lassen will. – Gibt zu, dass es nicht zum Charakter des Organisten Pfühl in den ›Buddenbrooks‹ passe, wenn er sich von der »morbiden Gerda Buddenbrook« zum Wagnerismus bekehren lasse. »Das paßt nicht zu seiner ›Moralität‹.« – Verteidigt seine Unterschrift unter einen Aufruf des an der Schulgemeinde Wickersdorf tätigen Lehrers Neuendorff gegen den Leiter Dr. Gustav Wyneken. Gesteht aber, dass er wohl über die Sache, aber nicht über die in diesen Streit verwickelten Personen unterrichtet sei.
1911
Bad Tölz
Falls der ›Merker‹ H.’s Novelle ablehnt, solle er sie ohne Vorabdruck in den Sammelband aufnehmen. »Es ist wirklich kein solches Glück, eine Novelle im ›Merker‹ zu haben. Die Zeitschrift zahlt wenig oder nichts.« – War zu Josef Ruederers Premiere in der Stadt, wird aber den Tölzer Aufenthalt bald aufgeben, »denn die Münchener Centralheizung lockt«. – Hat noch viel an seiner Novelle zu arbeiten. Vom ›Hochstapler‹ wird ein Stück im Fischer-Almanach erscheinen.
1919
Feldafing
Sendet die Korrektur seines Beitrages [›Schulkrankheit‹ aus ›Felix Krull I‹] zurück; bedauert, dass die Absätze immer mit der Zeile enden, so dass die ersten Zeilen keine Unterbrechung zeigen. Bittet, die Absätze durch Einrücken zu markieren. Hat nicht angenommen, dass ihm so viel Platz zur Verfügung stand, hätte dann noch den abschließenden Absatz mitschicken können; hat in Feldafing aber das Manuskript nicht zur Hand und kehrt erst am 8. Oktober nach München zurück. – Will Hans Pfitzner auf K.s Werk aufmerksam machen.
1919
Feldafing
Unterstützt die Bitte der Redaktion der Kestner-Gesellschaft in Hannover, P. zur Beteiligung an dem geplanten Kestner-Buch mit einem essayistischen Beitrag zu bewegen. [P. beteiligte sich nicht]. Er selbst ist mit einem Fragment aus einem unvollendeten Roman [›Felix Krull I‹] vertreten. – Seine ›Tischrede auf Pfitzner‹ erscheine im Oktober in den ›Süddeutschen Monatsheften‹; hoffentlich enttäusche sie »schwarz auf weiß nicht allzusehr«.
1924
München
Kennt Pontens Aufsatz noch nicht genau, bezweifelt aber nicht, dass er »hochanständig« ist. P.s Manier, sich an Thomas Mann zu messen, gehe ihm allmählich zu weit. Hat P. mitgeteilt, er halte es nicht für richtig, gegen seinen Artikel zu Ricarda Huchs sechzigstem Geburtstag, der aus einem gewissen Pflichtgefühl heraus entstanden sei, zu polemisieren. Ein Grund zu einer echten Verstimmung bestehe nicht; hofft, es bleibe zwischen ihm und P. alles beim alten.
1929
München
Dankt für die Übersendung des Berlin-Buches.
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