Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober26

1909
München
Ist ganz »aufgeregt vor Vergnügen«, da ›Königliche Hoheit‹ in 14 Tagen erscheinen soll. Ist gekränkt darüber, dass nach dem Vorabdruck des Romans nicht immer zustimmende Kritik geäußert wurde. Ist entsetzt über das Niveau der literarischen Tageskritik. Sie versage bei diesem Buch vollkommen. Besonders Franz Servaes habe »die beschämendsten Plattheiten« von sich gegeben. Monty Jacobs habe Einsicht gezeigt, er habe ihm ausdrücklich gedankt. »Ich hoffe mit Ihnen, dass das Gute noch kommt. Es lassen sich gute Dinge über das Buch sagen, ja das Buch ist nicht so gut, wie der Aufsatz, der sich darüber schreiben ließe. *Aber ein bischen Geist ist nötig* [...]«
1913
Bad Tölz
In seinem ›Vorwort zu einem Roman‹ sind einige Druck- und Schreibfehler; sendet den korrigierten Fahnenabzug zurück und hofft, dass er noch rechtzeitig vor Druckbeginn eintrifft.
1916
München
»Für Ihre neue Freundlichkeit erneuten Dank! Ich genieße das Gegenwärtige und freue mich auf das Kommende.«
1923
Bozen
Bedauert E.s Wegzug aus München nach einer Ansässigkeit von 17 Jahren. Hofft, dass Berlin ihn gastlich aufnehmen und er ihn dort bald sehen werde.
1926
München
Antwort auf eine Rundfrage.
1930
München
Dankt B. für Übersendung seiner Rede an die niederdeutsche Jugend und seiner neuen Gedichte.
1930
München
Bedankt sich für die Zusendung des letzten Jahrganges der ›Tat‹. Er habe Achtung »vor der leidenschaftlichen geistigen Bemühung, dem Erkenntnis- und Zukunftswillen« der Zeitschrift. Jedoch habe ihn ein »gewisses Zuviel an ›Verständnis‹ fürs National-Sozialistische« unheimlich berührt. Es sei ein Mangel an Wirklichkeitssinn, »in dieser Radau-Sekte mit ihren korrupten und ausgehaltenen Führern […] eine Nach-innen-Wendung des deutschen Menschen« zu sehen.
1931
München
Dankt für L.s Buch [›Der göttliche Laternenanzünder‹], das er mit »großem künstlerischem Takt und einnehmender Wahrhaftigkeit erzählt« findet.
1931
München
Freut sich über K.s Buch, das mit soviel Kenntnis, Natürlichkeit und Wärme von einer gar nicht fernen und doch so fremden Menschenwelt berichtet. Weist auf das im Rowohlt Verlag erschienene Buch von Josef Kastein ›Eine Geschichte der Juden‹ hin.
1932
München
Dankt für das anhaltende Interesse an seiner Arbeit, insbesondere an den bisher erschienenen Bänden des Joseph-Romans. Er stehe jetzt am Beginn des dritten Bandes; er »werde noch so lange mit diesem sonderbaren und eigenwilligen Unternehmen im Kampf liegen, daß ich schon kaum noch Mut habe, mich des Planes recht zu freuen, den [...] Sie entwickeln«. Er glaube, es werde sich ein Verleger für G.s zu Thomas Manns 60. Geburtstag geplantes Buch finden.
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