Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober28

1899
München
Dankt im Namen der Redaktion für die ›Ballade vom stillen Mädchen‹; bittet um einen Prosa-Beitrag.
1903
München
Ist gut gelaunt von einer Vortragsreise zurückgekehrt; will für E. und sich Konzertkarten für eine ›Missa‹-Aufführung besorgen.
1904
München
Bedauert, E.s Besuch verpasst zu haben. Ist durch seine Verlobung sehr in Anspruch genommen. Nach der Hochzeit wird »das Sprungrad unserer schöpferischen Freundschaft wieder einen tüchtigen Stoß bekommen«.
1914
München
Dankt für ihren Essayband und freut sich, nach der seit Monaten fast ausschließlich betriebenen »blöden Zeitungslektüre« ihr sympathisches Buch [›Wege und Umwege‹] zu lesen. »Ich glaube, Ihr Buch wird mir eine Brücke sein von der Politik zurück ins Menschliche und Geistige.« Kann sich schwer das Verlangen der verwundeten Soldaten nach dem Schützengraben vorstellen, »wo der große Blutrausch ist«. Selbst dem Schauspieler von Jacobi soll es so ergangen sein. – Wird im nächsten Rundschau-Heft etwas Journalistisches erscheinen lassen, schätzt aber die zwei Seiten im ›Zeit-Echo‹ höher, obwohl sie »allzu persönlich und tagebuchartig« seien. Vergleicht diesen Krieg mit dem »Siebenjährigen«, »und der ging doch schließlich nur gut aus infolge eines glücklichen Zufalls«.
1915
München
Ist aus Bad Tölz zurück. Bittet B. zu einer Plauderstunde zum Tee.
1919
München
Ihm falle ein Stein vom Herzen, denn er habe befürchtet, Fischer könne am Ende früher losschlagen als K. »Die Druckerei soll nur schicken, schicken! Ich signiere sofort im Schweiß meines Angesichts.« K.s ›Buddenbrooks‹ seien wundervoll; seine ganze Familie habe den Band bewundert.
1927
München
Hat sich über die Frage des literarischen Portraits schon früh in der Schrift ›Bilse und ich‹ geäußert und hat dem nichts mehr hinzuzufügen. Die Frage nach der Statthaftigkeit lasse sich nicht grundsätzlich, sondern nur von Fall zu Fall beantworten. Sie sei in erster Linie eine Frage des Niveaus, »das unter Umständen selbst menschlich zweifelhaften Fällen etwas Versöhnliches geben kann«.
1928
München
Dankt für das Geschenk »Ihrer schön bewegten Gedichte«.
1928
München
Dankt G. für die Zusendung ihres neuen Romans ›Via Sacra‹. Beglückwünscht sie zu diesem tief bewegenden Buch, das ihrem letzten, dem ›Pflüger‹ an Intensität der Wirkung nicht nachsteht.
1928
München
Beklagt die »schwere Belastung« [wahrscheinlich durch seine Mitarbeit an der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste]. – Arbeitet am ›Joseph‹: »Ich muß lesen und nachdenken und schöne Formulierungen dichten und das alles so nebenher.« Hat noch nichts über den Ausgang der Vorsitzenden-Wahl gehört und »was aus dem Schäfer’schen Antrag geworden ist« [in der Frage der Berliner und auswärtigen Mitglieder der Sektion].
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