Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

November01

1908
München
Dankt für W.s Gedichtsammlung und Habilitationsschrift. Hat von beidem viele Anregungen bekommen. – ›Königliche Hoheit‹ wird nach Vorabdruck in der ›Neuen Rundschau‹ im Frühjahr 1909 als Buch erscheinen. – Vom Hausbau in Bad Tölz.
1911
München
Beschwert sich, dass er noch keine Besetzungsvorschläge und Mitteilung über den Aufführungstermin der ›Fiorenza‹ erhalten habe: »Ich wundere mich und fühle mich etwas salopp behandelt. Wenn ›Fiorenza‹ denn schon im Laufe des Winters immer wieder hinter neuen Stücken zurückstehen mußte, die übrigen ihren natürlichen Vorrang nicht gerade bewiesen haben: – ein Wort, eine Erklärung, eine Verständigung bin ich ja schließlich wert […]«
1915
München
Drückt der Redaktion »seine ehrliche, sich immer erneuernde Freude« darüber aus, dass er jede Woche in den Besitz des Blattes komme. Meint, es gebe nicht ein zweites Mal ein satirisches und nationales Kampfblatt dieses Niveaus.
1920
München

Brief an Regierungsrat Bernhard Witte in Elberfeld, den späteren Präsidenten der Deutschen Reichsbahn: »[…] Nehmen Sie meinen herzlichen Dank für Ihr liebenswürdiges Anerbieten mich am 9. und 10. zu beherbergen! Aus Ihren Zeilen geht hervor, dass diese freundliche Einladung Ihnen früher, wahrscheinlich in den Anfängen meiner Korrespondenz über die jetztige aktuell werdende Reise, indirekt von dritter Seite an mich ergangen ist. Ich muß damals nicht ernsthaft genug davon Notiz genommen haben, denn thatsächlich habe ich, ebenfalls schon vor längerer Zeit, meinem Freunde Dr. Ernst Bertram zugesagt, in Elberfeld bei ihm, das heißt bei seiner Mutter die mich durch ihn einladen ließ, zu nehmen. Verzeihen Sie. sehr geehrter Herr Regierungsrat, diese Vergesslichkeit und Verwirrung! Das Arrangement einer solchen Reise (ich besuche 11 Städte) ist ein kompliziertes Ding, und ich war an jene frühe und unpersönliche Vereinbarung nicht mehr erinnert worden. Daß ich von Ihrer gastfreien Anerbietung keinen Gebrauch machen kann, thut meiner Dankbarkeit gewiß keinen Abbruch. Ich hoffe sehr, daß ich in Elberfeld Gelegenheit haben werde, Sie Ihnen persönlich auszudrücken […]«
[Zit. in Köstler Katalog 275, Juli 2026]

1922
Frankfurt am Main
Hat mit Ergriffenheit P.s Zeilen gelesen. »Es scheint doch, daß ich einmal befriedigt werde zu Grabe gehen können, da es mir vergönnt war, dergleichen in ein paar Menschenherzen zu entzünden. Darauf kommt alles an und dafür muß ich sehr dankbar sein.« – Kommt am 3. November von vierwöchiger Reise nach Hause zurück.
1923
München
Erörtert Organisationsfragen für den bevorstehenden Vortrag ›Okkulte Erlebnisse‹ am 14. Dezember in Lübeck.
1923
München
Dankt P. herzlich dafür, dass er ihm die »bewunderungswerten Reproduktionen« ins Haus gab, »an denen ich mich zu freuen nicht müde werde«. Es seien technisch erstaunliche Leistungen. »Die Drucke werden mehr als eine Erinnerung an die Originale – sie werden einen täuschenden Ersatz dafür bieten.«
1925
München
Dankt O. für ein Sympathieschreiben, das von »anschaulichen und imposanten Proben« seiner Kunst begleitet war.
1925
München
Bedauert, P.s Bitte, nach Eisenach zu kommen, abschlagen zu müssen. »Ich bin froh, wenigstens jetzt auf zwei Monate zur Ruhe gekommen zu sein, um dichterische Pläne, denen mein Herz gehört, vorzubereiten und in Fluß zu bringen.« – Nimmt immer Anteil an P.s Schaffen und erwartet dessen Essay über den ›Zauberberg‹.
1925
München
Dankt für R.s Buch ›Die Grenzen der Künste‹. Den »klaren, besonnenen und sympathischen Gedankengängen« hätte er manches ihm Nützliches und ihn Förderndes entnehmen können.
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