Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

November04

1899
München
Sagt eine Einladung wegen Erkrankung an einer Mandelentzündung ab. – Ist Mitglied der ›Literarischen Gesellschaft‹ geworden.
1900
München
Muss nach der ärztlichen Untersuchung am Montag wieder Dienst machen; bittet G. um einen Besuch am Sonntag.
1910
München
Dankt für das »prachtvolle Geschenk«. Hat die Biographie Carl Grammanns von Ferdinand Pfohl mit Interesse gelesen, »was in meinem Fall natürlich ist«. Freut sich über die warmherzige und eindringliche Art, in der der Verfasser Leben und Schaffen des Komponisten dargestellt hat. Wünscht dem Buch weite Verbreitung – »intra muros et extra«, in Lübeck sowohl als in ganz Deutschland. – Bedauert, G. in Dresden nicht begrüßt zu haben, verspricht einen Besuch bei nächster Gelegenheit.
1913
Bad Tölz
Fragt an, wie man seines Onkels Anzeige über seine Rolle als Christian Buddenbrook in Lübeck aufnehme. Er sei »ein viel sympathischerer, gescheiterer und auch interessanterer Bursche«, als er nach dieser Annonce erscheine; dass sich schon die Berliner Zeitungen über ihn lustig machten, dazu sei er eigentlich zu gut. »Ich habe wirklich den Eindruck daß ein gut Teil Eitelkeit im Spiele war.« Die ›Lübeckischen Anzeigen‹ hätten sich erboten, eine Erwiderung zu bringen; er habe aber geantwortet, dass eine natürliche Anhänglichkeit an seinen Onkel ihn hindere, auf seinen Schritt öffentlich zu reagieren. – Nimmt Anteil an ihrem Augenübel; hofft, dass der Münchner Professor ihr helfen kann. Sie blieben wegen des schönen Herbstwetters in Bad Tölz und wollten das neue »Stadtpalais« gut austrocknen lassen. – Macht jetzt aus seinen Davoser Erlebnissen »eine Art grotesken Gegenstücks« zum ›Tod in Venedig‹. – Ihre ›Charlotte‹ empfindet er als ihr bestes Buch.
1915
München
Dankt für S.’s Buch ›Das wirkliche Deutschland‹; bringt seinen politischen Ansichten volle Sympathie entgegen; ist besonders angetan von den Gedanken des kritischen Preußen-Kapitels. Wegen der völligen Beanspruchung durch einen politischen Aufsatz kann er sich nicht öffentlich für das Buch einsetzen. Ist erfreut über S.’s zustimmende Worte zum Friedrich-Essay.
1918
München
Über einen gemeinsamen Spaziergang.
1919
München
Sendet ihm wunschgemäß einen freundlichen Gruß.
1922
München
Berichtet von seiner Vortragsreise nach Holland und nach Frankfurt am Main. Hatte dort 2500 Zuhörer, »das größte Publikum, das mir je vorgekommen«.
1922
München
Dankt ihm »für einen schönen Aufsatz«.
1922
München
Gedenkt mit Dank der schönen Tage in Mülheim. »Weltsatt, ermuntert, und müde« wieder zu Hause.
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