Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

September08

1912
Bad Tölz
Dankt für das Telegramm. Freut sich, F. und seine Frau wiederzusehen. Fährt am Dienstag nach München, wohnt in der Arcisstraße, da die Schwiegereltern verreist sind. Wird das Ehepaar F. im Hotel aufsuchen. Möchte am Abend mit ihnen ins Theater gehen.
1913
Bad Tölz
Bedauert sehr, am Sarg von Gerhard Ouckama Knoop nicht sprechen zu können. Er verfüge über keine natürliche Rednerbegabung, müsste deshalb erst einen Nachruf ausarbeiten; etwas halbwegs Würdiges von heute auf morgen zusammenzubringen, seien »Kopf und Nerven z. Zt. nicht gewachsen«. Er tröste sich mit dem Gedanken, dass Knoop in München eine Reihe von Freunden hatte, von denen gewiss einer den Nachruf übernehmen werde.
1916
Bad Tölz
Dankt ihm für Übersendung einer Fotografie, worauf er eine Anzahl Bekannter entdeckte; er selbst sei nicht darauf.
1916
Bad Tölz
Der neue Hamsun hat ihn so entzückt, dass er H. um eine Anzahl weiterer Werke H.’s bittet. »Es geht aber wirklich nicht, daß Sie mir wieder 100% Rabatt geben. Berechnen Sie mir den Buchhändlerpreis.«
1920
München
Dankt ihr für die »reizende« Novelle, »niederländisch, heiter und genau«. Heimatlich sei auch der Rhythmus, »Ostsee in meinen Ohren, epischer Wellenschlag«. Seine Frau sei für zwei Monate nach Oberstdorf gereist, »unsere rüstige Älteste führt die Schlüssel«.
1921
München
Glückwunsch zu Franz Karl Ginzkeys 50. Geburtstag.
1922
München
Beglückwünscht ihn zum Ordinariat; dankt für die Vermittlung in Holland. – W.s Vorschlag, ›Goethe und Tolstoi‹ in einem anderen Verlag erscheinen zu lassen, wäre verlockend, er komme aber bei Fischer in große Schwierigkeiten, wenn ein Buch von ihm bei Haessel erscheine. Will den Vertrag mit Fischer nicht mehr in der bisherigen Form erneuern. Will den Vortrag ›Goethe und Tolstoi‹ später zu einem kleinen Buch ausarbeiten. Der Aufsatz ›Von deutscher Republik‹ wird in der ›Neuen Rundschau‹ erscheinen.
1922
München
Dankt P. für dessen Tätigkeit [bei der Vorbereitung des Vortrags ›Von deutscher Republik‹]. Ist noch voller Zweifel. Erwartet S. Fischers Urteil nach der Lektüre des Manuskripts. »Um mich zu dem Vortrag zu bewegen, müßten schon noch starke Beschwörungen von Berlin erfolgen.« Erinnert sich gern an »die sehr freundlichen, familianten Tage« während des Besuches von P. und den Seinen »in der Poschinger«. Sie hätten leider nicht genug geplaudert.
1923
München
Bedauert, dass er sich mit E.s Manuskript nicht intensiver beschäftigen konnte, da er zu sehr mit Arbeit überlastet ist.
1923
München
Ist vom Schlussteil des ›Zauberberg‹ sehr in Anspruch genommen. Außerdem strömen Korrekturen herein, sowohl vom ›Zauberberg‹ wie vom ›Krull‹-Fragment.
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