Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober21

1904
München
Bedankt sich für »den Hoffmann«. Willigt ein, das, was er an Sch. über dessen Gedichte geschrieben habe, »auch in der Öffentlichkeit zu vertreten«. Sein Leben sei jetzt so reißend und bewegt, »daß meine überwachende und ordnende Kraft seiner bei Weitem nicht Herr wird«. Damit sei er nicht einverstanden und hoffe, »daß nach der Hochzeit die Wogen sich glätten«.
1908
München
Beantwortet Fragen nach Lebensdaten und Werken sowie nach Einflüssen anderer Dichter auf sein Werk.
1912
München
Dankt ihm für einen »lustigen Brief mit Einlage« [wahrscheinlich ein Bericht über den Besuch Kaiser Wilhelms II. in Zürich, September 1912]. – Bittet ihn um ein Urteil über den ›Tod in Venedig‹.
1914
München
Er wurde nicht eingezogen, »aber mir ist nicht immer ganz wohl dabei. Der ehrenvolle Platz ist jetzt im Schützengraben.« Hofft, dass H. bald von Berlin nach München zurückkehrt.
1915
München

Schickt die Korrektur von A.’s Aufsatz ›An der Zlota Lipa. 10. Juli‹ an ihn ab. Ist besorgt, ob sein letzter Brief [vom 1.10.1915 / Reg. 15/60] angekommen ist.

1916
München
Lob E.s Broschüre ›Totes und lebendes Völkerrecht‹. Er kehre am Mittwoch [25.10.] von Breslau zurück und werde am 5.11. in der Berliner ›Sezession‹ lesen.
1921
Feldafing
Erörtert Fragen der Form und der Reihenfolge der geplanten Gesammelten Werke in Einzelausgaben.
1922
Amsterdam
Befindet sich auf einer Vortragsreise. Kann wegen starker Inanspruchnahme nur kurz auf Ch.s Brief eingehen: begrüßt die Vorgänge in der Sache des theatralischen Austausches Paris – Berlin. Hofft, in München etwas für Ch. unternehmen zu können.
1928
München
Dankt für eine interessante Drucksachensendung. Ist neugierig auf das ihm gewidmete Heft der Zeitschrift des Lesezirkels Hottingen. Sendet auf B.s Wunsch ein paar einführende Zeilen über den Joseph-Roman. Freut sich auf den Vortragsabend in Zürich, teilt seine Ankunft mit.
1929
Ettal
Wendet sich gegen den Vorwurf, mit seinen politischen Äußerungen Verwirrung stiften zu wollen. Einen »Gesinnungswandel« gebe es nicht, er lege nur Rechenschaft von dem Gang seines Geistes ab, ohne einen Anspruch auf Nachfolge, aber doch in der Überzeugung, dass dieser Gang auch in nationalem Sinne »repräsentativ« sei. Er interessiere sich vielleicht vier, fünf Jahre früher für die Dinge als das Gros, erkenne das Entwicklungsnotwendige eher, was oft den Eindruck der Verwirrung machen könne.
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