Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

November05

1904
München
Dankt für Glückwünsche zur Verlobung; bedauert, so lange geschwiegen zu haben. Das »Prestissimo der inneren und äußeren Erlebnisse« war zu groß.
1908
München
Dankt für übersandten Gedichtband; bedauert, eine Besprechung ablehnen zu müssen.
1908
München
Dankt für übersandte Gedichte von Johann Christian Günther.
1913
Bad Tölz
Dankt ihm nochmals für die beiden Bände der ›Deutschen Lyrik‹. Urteilt anerkennend über dieses Werk, vermag aber nicht zu beurteilen, welchen Wert das Buch für die strenge Wissenschaft besitze. Ihn beeindruckten die schönen dichterischen Bildnisse.
1922
München

Nimmt an, dass sie sich sein langes Schweigen schon richtig erklärt habe: er sei fast vier Wochen auf Reisen gewesen – von Berlin schrittweise durch das Rheinische nach Holland, wo er fünf Vorträge gehalten habe und gastlich aufgenommen worden sei. Darauf seien noch einige deutsche Städte gefolgt; im ganzen 13 Abende. Dankt für die Zusendung des ›Velhagen und Klasing‹-Heftes mit ihrer »kraftvollen, meisterhaften Geschichte« und der Kritik seines Berliner Vortrags im ›Tag‹. Empfiehlt ihr Dr. Endres, den er gern zum Direktor der Buddenbrook-Buchhandlung ernannt sehen möchte.

1923
München
»Erinnerungsvoller Gruß des Heimgekehrten« [von dem gemeinsamen Aufenthalt in Bozen].
1924
München
Kündigt einen nur kurzen Aufenthalt am 14. November anlässlich einer Lesung in Freiburg an. Eine Zusammenlegung aller geplanten Festlichkeiten sei geboten. Hat nichts gegen ein Gelage nach der Vorlesung, entweder bei W. oder bei Schulzes.
1924
München
Würde gerne die Lieder nach B.s Gedichten hören. – Berichtet über seinen Nietzsche-Vortrag im Odeon, München, und über Edwin Fischers Konzert. – Liest übermorgen in der Galerie Caspari das Peeperkorn-Kapitel. Beginnt dann seine Vortragsreise.
1926
München
Dankt für die Biographie über Lord Byron. Ist noch nicht zur Lektüre gekommen; steht vor einem Berg unbewältigter Arbeit, da er eben erst von einer Reise nach Hamburg und Berlin zurückgekehrt ist. Hatte ein »fürchterlich dichtes und anstrengendes« Programm zu absolvieren. Wird seine Eindrücke über den ›Lord Byron‹ gelegentlich mitteilen.
1926
München
Würdigt S.s ›Protokolle der Weisen von Zion‹ [S. wurde vorgeworfen, er habe einen in dem Buch zitierten Brief von Rudolf Eucken gefälscht]. Damit sei endgültig einer Legende der Garaus gemacht. »Aber die Hauptsache ist, daß es nun wohl endgültig jedem Menschen von gesunder Vernunft und mit intellektueller Reinlichkeit unmöglich gemacht ist, mit dieser Absurdität in irgendeiner Weise sich gemein zu machen.«
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