Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

November03

1899
München
Beileid zum Tode von Konsul Wilhelm Marty.
1900
München
Kam aus dem Lazarett mit immer noch schmerzendem Fuß zurück ins Revier; erwartet die nächste ärztliche Untersuchung. – Bittet G. um einen Besuch.
1903
München
Bedankt sich für »Ihren allerliebsten Feuilleton«» in der ›Abendpost‹ [nicht ermittelt]. Seine Reise nach Königsberg sei ganz gut verlaufen. Auf der Rückfahrt habe er sich drei Tage in Berlin aufgehalten, wo er eine wundervolle Aufführung von Wildes ›Salome‹ gesehen und Hauptmann bei Fischers kennengelernt habe.
1912
München
Sendet ihm die beiden Nummern der ›Neuen Rundschau‹ mit dem Abdruck des ›Tod in Venedig‹. Bittet ihn zu einem Abendbesuch.
1921
München
Über den Vortragsabend [in den ›Vier Jahreszeiten‹ in München]. Der ›Zauberberg‹ macht Fortschritte. Der Aufsatz ›Zur jüdischen Frage‹ im ›Neuen Merkur‹ wurde zurückgezogen.
1921
München
Dankt für ihr Buchgeschenk; ist leider wegen der bevorstehenden Schweizer Reise zeitlich zu bedrängt, um es eingehend zu würdigen. »Es ist Ihr schönstes Werk, – ich glaube, das schrieb ich Ihnen auch unter dem Eindruck Ihrer ›Charlotte von Stein‹, aber muß ich denn nicht auch diesmal der Wahrheit die Ehre geben?« Er sei in seinem Urteil durch den Glauben an einen bestimmten Buchtypus bestimmt, dem intellektualen Roman, dem auch ihr Werk angehöre. Heute wolle das Publikum weniger das Gemachte, die Phantasie-Konstruktion, als vielmehr »das Geistige, das Klärende, das Helfende«. Seine Frau, die jetzt das Buch lese, möchte ihr nach beendeter Lektüre ihre eigenen Eindrücke mitteilen. – Beide gedächten noch öfter der Lübecker Tage »und der ehrwürdig-liebenswürdigen Person unserer Gastfreundin«.
1922
München
Dankt für erwiesene Gastfreundschaft.
1926
München

Bedauert, H. bei seinem zweiten Aufenthalt in Berlin nicht getroffen zu haben, da sein Programm »noch dichter und überlasteter« gewesen sei als beim ersten Besuch. Sendet H. das Manuskript seiner Arbeit zurück und bezieht sich auf seinen früheren Brief, in dem er H. mitgeteilt hatte, dass er ihm bei der Publikation seiner Arbeit nicht helfen könne [s. Brief an Martin Havenstein vom 17.10.1926 / Reg. 26/171]. Schließlich sitze H. in Berlin an der Quelle, wo er sicher einen Verlag finden werde.

1926
München
Begleitbrief zum Abdruck seiner Ansprache in der ›Dotation Carnegie‹, Paris; erinnert sich dabei an seinen Aufenthalt in Paris, der zu den wichtigsten und wertvollsten Erlebnissen zähle. Deshalb habe er diesen auch in seiner ›Pariser Rechenschaft‹ festgehalten; derartige Reiseberichte verfasse er sonst nicht.
1927
München
Begrüßt es, dass die Zeitung ›Kurier Wiedenski‹ eine deutsche Beilage herausgeben will, die den kulturellen Austausch zwischen dem deutschen und dem polnischen Volk und ein gutnachbarliches Verhältnis fördern will. Mit Recht erinnere ihn das Blatt an seinen Warschauer Aufenthalt, wo er »so starke persönliche Eindrücke der Gastlichkeit, Sympathie und Achtung empfing«.
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