Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

Oktober29

1903
München
Dankt S. Fischer und Frau für die Gastfreundschaft in Berlin; hat dort Gerhart Hauptmann kennengelernt.
1903
München
Dankt für eine Karte. – Bittet W., ihm seinen Vortrag zu senden oder besser ihn gleich selbst zu bringen.
1911
München
Erbittet die Novellen zurück, die er für die Lesung in Brüssel braucht. – Bedauert, dass er am Fest des 25jährigen Verlagsjubiläums nicht hat teilnehmen können [s. Telegramm an Samuel Fischer vom 22.10.1911 / Reg. 11/56]. »Ich habe an dem Tage so recht empfunden, wie herzlich ich Ihrem Institut verbunden bin. Ich erinnerte mich, wie ich auf der Schule Ihre ersten Publikationen verschlang und es ungefähr für mein Lebensziel erachtete, ein Buch bei S. Fischer zu haben. Was man in der Jugend sich wünscht, hat man im Alter die Fülle.« Findet den Jubiläums-Almanach trefflich gelungen. Macht einige kritische Anmerkungen zu verschiedenen Beiträgen. – Empfiehlt das Novellenmanuskript von Baron von Pidoll.
1918
München
Bedauert, dass er ihr mit seiner Kritik an ihrer Besprechung der ›Betrachtungen‹ Kummer bereitet habe. Er habe ja gesagt, dass alles in Ordnung sei, dass sie wohl so habe schreiben müssen und er »zusammenzucke« [s. Brief an Ida Boy-Ed vom 23.10.1918 / Reg. 18/82]. Das Buch habe mehr Anklang im Publikum gefunden, als er sich hatte träumen lassen. Hat alle Hände voll zu tun, die Kundgebungen der Sympathie und der Dankbarkeit zu beantworten. – Hat aufgehört, sich durch die Weltgeschichte schlaflose Nächte bereiten zu lassen, tröstet sich mit dem Schlussdistichon aus Goethes Einleitung zu ›Hermann und Dorothea‹. – »Aber... peinliche, peinliche Dinge stehen dem armen konfusen Deutschland ja nun bevor, und auch jedem Einzelnen von uns kann es empfindlich an den Kragen gehen.«
1918
München
Zur politischen Lage: »Die gute Schweiz! Da verfaßt sie Völkerbund-Paragraphen und dazu steht uns ein geradezu prachtvoller Gewaltfriede bevor, gegen den der von Brest-Litowsk die reine freundschaftliche Verständigung gewesen sein wird.«
1921
München
Dankt für die gastfreundliche Einladung, wenn er nächstens nach Zürich kommt. Teilt seine Ankunftszeit noch mit, voraussichtlich am 5. November, obwohl an diesem Tag die Premiere von Hofmannsthals neuem Stück sei [›Der Schwierige‹; die Premiere fand am 8. November statt].
1921
München
Ist bereit, einer Einladung nach Hamburg nachzukommen. Ist in der zweiten Märzhälfte 1922 ohnehin im Norden und schlägt den 17. oder 22. als Termin und Ungedrucktes aus eigenen Arbeiten oder ›Goethe und Tolstoi‹ als Thema vor. Der letztgenannte Vortrag habe »in Lübeck gelegentlich der Nordischen Woche und in Berlin Anklang gefunden«. Sein Honorar beträgt 2000 Mark.
1927
München
Hat bei einer Sitzung der Sektion für Dichtkunst der Akademie der Künste »mit viel Würde das Präsidium geführt«.
1930
München
Über seine »politische Schrift« [›Deutsche Ansprache‹]. Die Rede liegt jetzt gedruckt vor.
1930
München
Hat H.s Bücher mit Dank erhalten, hatte aber noch nicht die Zeit zu einem systematischen Lesen. Die Zustimmung zu seiner Berliner Rede tut ihm wohl. Er sprach für die Sozialdemokratie, will sich aber parteimäßig nicht binden. »Ich drücke alles ans Herz, was wider den ›Nationalsozialismus‹ steht, sogar die katholische Kirche und auch den Kommunismus, der doch irgendwie des Geistes ist, die Gerechtigkeit und das Glück will.«
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