Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

September20

1907
Seeshaupt
Dankt für E.s Aufsatz über Heinrich M.s neuen Roman. Seine Mutter in Polling würde sich besonders über die schöne Besprechung freuen. – Rät E., seine besten Arbeiten zu einem Essayband zusammenzustellen. – Denkt an die gemeinsamen Tage in Seeshaupt und hofft, dass E. sich in Königsberg wieder »akklimatisiert« habe. – Muss zu einer Besprechung über die Vorbereitung einer ›Fiorenza‹-Aufführung nach München fahren. – Hat kürzlich einen ›Versuch über das Theater‹ geschrieben; will in diesem Winter ›Königliche Hoheit‹ beenden.
1909
Bad Tölz
Dankt für den »feinfühligen Artikel« des Adressaten über ›Königliche Hoheit‹ Er sei der Erste, der öffentlich über seine Erzählung gesprochen habe. »Dazu kann ich mir gratulieren und Sie sich am Ende auch« [Artikel nicht ermittelt].
1911
Bad Tölz
Bedauert, dass er R. wegen der Krankheit seiner Frau nicht in Oberammergau besuchen konnte. Ihr Befinden habe sich, nach einem mehrwöchigen Aufenthalt im Gebirge, gebessert, sie sei aber immer noch schonungsbedürftig, weshalb sie auch R.’s Premiere nicht beiwohnen könne; bittet um ein Billett für sich selbst.
1913
Bad Tölz
Entschuldigt sich, dass er am Begräbnis von Fischers Sohn nicht hat teilnehmen können, da er in seiner Tölzer Abgeschiedenheit zu spät von diesem Trauerfall gehört hatte.
1918
München
Hat das »Analysieren« unaussprechlich satt. Will seine Arbeit »ohne journalistische Seitensprünge« zu Ende führen. Freut sich auf H.s Buch; bittet ihn, es genießen zu dürfen, ohne darüber schreiben zu müssen.
1919
München
Bedauert, Ernst Bertrams ›Nietzsche‹ nicht besprechen zu können, da er notwendig seinen Roman vorwärtsbringen müsse. – Schlägt M. vor, zusammen in der Stadt zu essen und sich wieder einmal auszusprechen.
1919
München
Bedauert, keinen Beitrag für S.s Almanach liefern zu können. Hat keine ungedruckte Novelle, und Vorabdrucke aus werdenden Büchern lässt S. Fischer nicht zu. Fürchtet ohnedies, mit diesem »aneinanderzugeraten«, weil er eigenmächtig der Kestner-Gesellschaft ein Fragment aus dem »Hochstapler« überließ. Vertröstet S. auf ein anderes Mal.
1920
München
Beglückwünscht sie zu ihrer neuen Dichtung, die eine ihrer schönsten sei. Hat mehrere Vortragsreisen vor sich: Die erste ins besetzte Gebiet (Rheinland und Ruhrgebiet), die zweite in die Schweiz, die dritte wird ihn nach Mitteldeutschland führen zu Lesungen aus dem ›Zauberberg‹.
1923
München
Fragt an, warum er in der »Reclam-Angelegenheit« [Ausgabe der Novelle ›Tristan‹ in Reclams Universal-Bibliothek] nichts mehr höre. Er habe S. Fischer für den Gedanken gewonnen und sie seien sich in den Bedingungen einig.
1924
München
Beendet in der kommenden Woche den ›Zauberberg‹; anschließend fahren sie »etwas fort«.
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