Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

September04

1909
Bad Tölz
Teilt D. mit, dass er [in der Angelegenheit Detlev Liliencron, s. Brief an Richard Dehmel vom 10.9.1909 / Reg. 09/53] an eine ihm bekannte Dame in München [Frau Dr. Schäuffelen] geschrieben habe.
1913
Bad Tölz
Hat mit Interesse von T.s originellem »Unternehmen« gehört. [T. beabsichtigte, gemeinsam mit Kurt Szafranski, eine Art Zeitschrift herauszugeben, dergestalt, dass der Abonnent wöchentlich einen Brief, eine Skizze, eine kurze Erzählung eines bekannten Literaten erhalten sollte. Das Unternehmen, ›Orion‹ genannt, kam wegen zu geringer Abonnentenzahl und Kriegsbeginns nicht zustande.] Er würde gern einmal mittun. »Auch über die Verwendung eines Stückes aus der nicht erschienenen Novelle (der eingestampfte Roman ist eine Legende) ließe sich reden.« Bittet vorher noch um Bekanntgabe des vorgesehenen Honorars.
1920
München
Dankt ihm für ein schönes Buchgeschenk. Besonders liebt er ›Schwester Marie‹.
1920
München
H.s Dissertationsplan interessiert ihn sehr. Bedauert die von H. beschlossene Einschränkung des Stoffes, aber »Beschränkung und Vertiefung« ist für die Dissertation wohl notwendig. Weist auf einige »Vorläufer« hin: Bertram habe sehr schön über die ›Betrachtungen‹ referiert. Er sei sein bester Freund und Leser, in dessen Nietzschebuch komme der ›Tod in Venedig‹ »in einem unvergleichlich schönen und stolzen Zusammenhange vor«. Die Arbeiten von Alberts und Leppmann seien »inferior«; an Büchern sei das seines Wissens alles. Was nicht in Buchform erschien, sei »verschollen und verwest«. Seine novellistischen Arbeiten und die ›Betrachtungen‹ liegen in Buchform vor. Seine sonstigen Aufsätze, in Zeitschriften und Zeitungen verstreut, habe er schon lange sammeln wollen; aber »die Ungunst der Zeiten ließ mich den Plan zurückstellen«. Da er nachlässig gesammelt und leichtsinnig verliehen habe, wäre es mühevoll, die Artikel zusammenzubringen. Er hoffe, nach Vollendung des ›Zauberbergs‹ dazu zu kommen. Verweist auf den Friedrich-Essay, auf ›Der alte Fontane‹, auf ›Bilse und ich‹ und auf den ›Versuch über das Theater‹.
1922
München

Dankt ihm für die Vermittlung der Bekanntschaft mit Scofield Thayer, die für ihn von geschäftlichem Nutzen war. – Hat in seinem Glückwunsch zu Schnitzlers 60. Geburtstag wiederum seine Liebe für Schnitzlers Arbeiten zum Ausdruck gebracht. Setzt seine geistige Haltung auseinander, die von den ›Betrachtungen‹ zu ›Von deutscher Republik‹ führt. – Hofft auf ein Wiedersehen im Januar.

1924
München
Dankt für die »schöne bunte, erfreuliche Sendung. Da hätte mancher Zunftler Grund, sich in die Lippe zu beißen.« [Zusammenhang nicht ermittelt.]
1925
München
Empfehlungsschreiben für H., die im August und September in seinem Hause tätig war. »Sie ordnete und katalogisierte meine Bibliothek, eine Arbeit, bei der sie Literaturkenntnis, Umsicht und Genauigkeit bewies.« Durch ihren »heiteren Charakter« war sie eine angenehme Hausgenossin.
1927
Kampen, Sylt
Bedauert, keine Arbeitsanregungen von außen annehmen zu können, da sein Kopf mit einem eigenen Arbeitsplan in Beschlag genommen sei.
1927
Kampen, Sylt
Der Sylter Aufenthalt ist dank des guten sommerlichen Wetters zur großen Zufriedenheit verlaufen. Heimkehr am 11. September.
1933
Sanary-sur-Mer
Hat viel Geselligkeit; verbringt den Nachmittag oft mit Freunden und Bekannten, arbeitet vormittags am ›Joseph‹. Bermann Fischer hat es durchgesetzt, die ›Geschichten Jaakobs‹ im Herbst herauszubringen; er sei optimistisch; hat ihm eine Aufstellung über den Verkauf seiner Bücher in den letzten Wochen geschickt, die tatsächlich überraschend ist. – Hat wegen Käte Hamburger an Henri Lichtenberger geschrieben, aber nur eine vage Antwort bekommen. H.s Hingabe an das Novalis-Buch von Käte Hamburger rühre ihn, aber ins Blaue und Ungewisse arbeiten heute schließlich alle. – Will den Winter vermutlich in Nizza verbringen.
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