Thomas MannBriefe

Thomas Manns Briefwerk umfasst mehr als 20 000 Briefe. Die Online-Plattform ›Thomas Mann Briefe‹ hat das Ziel, die Korrespondenz des Schriftstellers umfassend zu dokumentieren und wird laufend erweitert. Durchsuchen Sie Metadaten und inhaltliche Zusammenfassungen zu aktuell mehr als 16 000 Briefen. Die Daten basieren auf der fünfbändigen Buchausgabe ›Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register‹ (S. Fischer Verlag, 1976–1987). Mehr über das Projekt

November06

1896
Neapel

Ist nach drei Wochen Venedig über Ancona und Rom direkt nach Neapel gefahren. Findet hier den eigentlichen Süden mit der »vernehmlichen Note vom Orient«. Fragt, ob die Entscheidung über den Novellenwettbewerb schon gefallen sei [s. Brief vom 27.9.1896 an Otto Grautoff / Reg. 96/8]. Bittet um einen Bericht nach München.

1900
München
Dankt für M.s anerkennende Worte über den ›Weg zum Friedhof‹. Berichtet von seiner Fußerkrankung, die ihn wohl dienstuntauglich machen werde. Hat noch immer nichts über seinen Roman gehört. Erbittet einen Brief, aber keinen Besuch.
1901
München
Erinnert sich bei diesem Brief nach Florenz an die Kulturstätten, die er im Mai dort aufgesucht hatte, um Milieustudien für sein Drama zu treiben. Bittet G., die Villa Medici in Careggi, die er selbst nicht gesehen hat, zu beschreiben. – Die Wintersaison »unter Nebel und Frost« hat in München mit Konzerten und Premieren begonnen. – Wiedersehen mit Paul Ehrenberg neulich gelegentlich eines Mittagessens bei Bekannten: »Er ist der Alte ... Auch ich bin der Alte: Noch immer schwach, so leicht verführt, so unzuverlässig und wenig ernst zu nehmen in meiner Philosophie, daß ich des Lebens Hand ergreife, sobald es mir sie lachend entgegenstreckt.« – Will auf seiner Lesung in München zwei neue Novellen und ein ›Buddenbrooks‹-Kapitel bringen. – Reisepläne. – Der Roman »ist erschienen, und Schüler sagte mir, dass er ihn gut verkauft«.
1904
München
Bittet, wie gewöhnlich, 5000 Mark per Scheck zu schicken, den er bei der Münchener Handelsbank einlösen wird, deren Direktor sein Schwager ist. Beabsichtigt, einige kleinere Studien in einem Wiener Verlag unterzubringen. Es handle sich nur um ein paar unbedeutende kleine Dinge, die er kaum in einen bei S. Fischer erscheinenden Band aufnehmen würde. Es bringe ihm verhältnismäßig viel Geld. Ist aber nicht »leidenschaftlich darauf versessen«. – Fragt, ob es bei der Einladung F.s in sein Haus im Grunewald bleibe.
1906
München

Über das Erscheinen der Novelle ›Das Wunderkind‹.

1907
München
Sendet im Auftrag Heinrich M.s eine Anzahl Papiere zum Fall Murri. Bittet H., die Adressen zu unterzeichnen, falls er sich für den Fall interessiert.
1911
Brüssel
Ist mit dem Nachdruck seines Gutachtens ›Pornographie und Erotik‹ in C.’s Literaturblatt einverstanden; will aber selbst Korrektur lesen, da der Abdruck in der Broschüre der Buchhandlung Schüler Druckfehler aufweist.
1914
München
Wegen eines Bändchens für eine Buchreihe [Näheres nicht ermittelt].
1917
München

Gratuliert seinem Schwager zum Geburtstag. – Erzählt von der ›Palestrina‹-Premiere im Prinzregententheater, der Premiere der Oper ›Lancelot und Elaine‹ von Walter Courvoisier und seiner Freundschaft mit Bruno Walter. – Durch den Verkauf des Tölzer Landhauses wurde die Einrichtung in der Poschingerstraße komplettiert. – Die ›Betrachtungen‹ werden im Winter erscheinen.

1918
München
Dankt für den »Nachtrag«, der »von rührender und mich abermals beschämender Gewissenhaftigkeit zeugt«. – Sie hatten Fliegeralarm in München, wahrscheinlich durch deutsche und österreichische Flugzeuge verursacht, die die Orientierung verloren hatten. – Erwartet nun die »Bedingungen«, die angenommen werden müssten, um nicht den Franzosen einen großen Gefallen zu tun.
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