Thomas Mann an Max Rychner

Zeitraum
Mittwoch, 24. Dezember 1947
Datierung
24.12.1947
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für seine Studie ›Thomas Mann und die Politik‹ in der ›Neuen Schweizer Rundschau‹ und findet dieses ›garstige Lied‹ so »melodiös, angenehm, taktvoll, geschmackvoll« gesungen, dass es aufhörte, garstig zu sein. Bringt aber einige Einwände vor; so habe R. u.a. sich Zeitbloms politische Wandlungen entgehen lassen, die die Stationen seiner eigenen »Entwicklung« gewesen seien. Seine Agitation gegen Hitler sei nicht gespielt, sondern er habe ihn gehaßt und habe »aus tiefstem Herzensgrund geschimpft«. R. habe richtig gekennzeichnet, dass die Bildungssphäre von Lukács, Benjamin und Bloch sehr wichtig für ihn gewesen sei; auch findet R.’s Bemerkung seinen Beifall, die ›Betrachtungen‹ hätten eine kathartische Funktion gehabt, »die sie für die Deutschen nicht hatten. Gerade das habe ich ihnen so übelgenommen«. Sendet Neujahrswünsche.

Erwähnungen

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