Thomas Mann an Erich von Kahler

Zeitraum
Donnerstag, 17. Juni 1948
Datierung
17.6.1948
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Hat sich sehr über K.s Glückwunsch zu seinem 73. Geburtstag in Gestalt von dessen großartigem Aufsatz in der ›Neuen Rundschau‹ gefreut. Es rührt ihn auch, dass sich Hermann Broch um den ›Doktor Faustus‹ bemühen will. In Deutschland seien Hymnen darüber erschienen. In der Wiener ›Furche‹ aber soll ein Verriss erschienen sein. – Arbeitet jetzt an seinem Legendenroman nach Hartmanns ›Gregorius auf dem Steine‹. An seinem Geburtstagabend habe er eine Rede, »die sich gewaschen hat« vor der ›Peace Group‹ gehalten. – Äußert sich abschätzend über das Buch von Walter H. Perl. – Richters Frankreich-Buch sei eine sehr solide und unterhaltende Arbeit. Wollte R. schreiben, kam aber nicht dazu. »Ich hatte, bevor ich wieder ans Dichten kam (wenn auch nur leichthin) eine lange Zeit der Melancholie und des Hang-over nach dem ›Faustus‹, im Zeichen ›das kommt nicht wieder‹.«

Erwähnungen

Hinweis: der Eintrag befindet sich in Prüfung. Haben Sie Korrekturen oder Ergänzungsvorschläge?