Thomas Mann an Alexander Moritz Frey

Zeitraum
Donnerstag, 2. September 1948
Datierung
2.9.1948
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Hörte mit Bedauern von den Schwierigkeiten, mit denen ein Schriftsteller wie F. heute zu kämpfen hat. Seit der Währungsreform in Deutschland seien der Büchermarkt und das Zeitschriftenwesen stark geschrumpft. Führt vieles auf die politische Situation zurück, »die unglückselige machtpolitische Konstellation, die die Menschen zu keinem Sicherheitsgefühl, keinem Vertrauen in die Zukunft gelangen läßt […]«. F.s Gedanke, Oskar Maria Graf für den Nobelpreis vorzuschlagen, hält er nicht für glücklich. Hat sich seinerzeit für Grafs Erstlingswerk öffentlich eingesetzt, aber die Eignung als Nobelpreisträger fehle ihm »bei all seinem urwüchsigen Talent« doch. Will sich noch brieflich mit Hermann Hesse darüber unterhalten [nicht nachweisbar].

Erwähnungen

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