Thomas Mann an Claude Hill

Zeitraum
Donnerstag, 18. November 1948
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Ist verwirrt von dem krassen Gegensatz zwischen der amerikanischen Kritik des ›Doktor Faustus‹ und kontinentalen, der schweizerischen, deutschen und französischen. H.s und Charles J. Rolos Besprechungen sind eine Ausnahme. »Dem Buch ist eine Erregtheit eingeboren, die mir Stumpfheit im Verhalten dazu fast unnatürlich erscheinen läßt.« Während die amerikanischen Kritiker zuviel Gewicht auf die »deutsche« Allegorie legten, habe er doch in Leverkühn einen »Helden unserer Zeit«, einen Menschen, »der das Leid der Epoche« trägt, zeichnen wollen. Hält H. auf dessen Frage für durchaus fähig, ein interpretierendes Buch über ihn zu schreiben, wird von sich aus aber nichts tun, einen Verleger zu finden, am wenigsten Alfred A. Knopf, der einen jungen Literaturhistoriker mit einer Pocket-Book-Auswahl aus seinen Schriften und einer Einleitung beauftragt hat. Sah bisher weder H.s Buch ›Drei Nobelpreisträger‹ noch eine Besprechung des ›Permanent Goethe‹.

Erwähnungen

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