Thomas Mann an Emil Oprecht

Zeitraum
Dienstag, 18. Januar 1949
Datierung
18.1.1949
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Fragt an, ob Lear Publishers in New York die Rechte der amerikanischen Ausgabe des ›Stundenbuchs‹ von Frans Masereel mit seiner Einleitung aus dem Jahre 1926 von O. erworben habe [s. Br. an Lear Publishers, New York, v. 8.1.49]. Seinerzeit besaß der Kurt Wolff Verlag in Deutschland die Rechte. Es sei sonderbar, dass der Verleger Lear sich nicht mit ihm in Verbindung setzte; hat auch kein Belegexemplar erhalten. Ihm gehörten die Auslandsrechte für das Vorwort. – Warnt O. vor einem gewissen Schulz-Wilde, »einem üblen Skribenten«, Typ des kommunistischen Renegaten, der seine Kinder Klaus und Erika in den deutschen Zeitungen, die ihre Lizenz mißbrauchten, bei ihrer Regierung als kommunistische Agenten denunzierten. Das Blatt, worin diese Denunziation erschienen sei, wurde genötigt, eine Replik von Klaus aufzunehmen, was von diesem Journalisten in einer so unverschämten Weise getan wurde, dass ein amerikanischer Offizier ihm seine »Enttäuschung« aussprach, statt dass die Besatzungsmächte der Zeitung einen Verweis wegen unethischen journalistischen Betragens erteilten. »Ein neues Zeichen für die sträfliche Schlaffheit der Okkupationsbehörden gegen die deutsche Anmaßung« [s. Br. an Erika M. 6.11.48].

Erwähnungen

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