Thomas Mann an Philipp Witkop

Zeitraum
Dienstag, 23. März 1915
Datierung
23.3.1915
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Hat W.’s Aufsatz »mit großem Vergnügen« gelesen und ist auch auf die ›Kriegsbriefe gefallener Studenten‹ gespannt. Findet die »allgemeine Emsigkeit und Gründlichkeit der geistigen Verarbeitung der Ereignisse in Deutschland rührend schön«. Es sei doch so recht »unser Krieg«, denn »wie er auch ausgehen mag, so werden wir am meisten davon profitiert haben und zur Epoche für unsere Bildung machen«. – Wollte W. seinen Friedrich-Aufsatz als Broschüre zuschicken, aber Samuel Fischer wolle sie nicht herstellen, da er befürchte, es könne zum jetzigen Zeitpunkt dadurch Ärger entstehen. – Wurde neulich bei einer Aushebung »refüsiert«. Eigentlich sei es höhere Korruption gewesen. Der Stabsarzt begann zu dienern, als er seinen »illustren« Namen hörte, und erklärte nach einem kurzen Gespräch: »Sie sollen Ihre Ruhe haben.«

Erwähnungen

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