Thomas Mann an Gottfried Bermann Fischer

Zeitraum
Samstag, 2. September 1950
Datierung
2.9.1950
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Beklagt sich bitter über die unzulängliche Wahrung seiner Interessen durch den Verlag. Schildert seine schwierige finanzielle Lage; hat andererseits Verständnis für B. F.’s persönliche Belastungen durch die Suhrkamp-Affäre, die Krankheit Fritz Landshoffs, der als Mitarbeiter völlig ausfalle, und die allgemeine verworrene wirtschaftliche Situation. Hört immer wieder, dass seine Bücher in den Buchhandlungen, wie z.B. in London, nicht greifbar seien. Sieht bei allem Mitgefühl für B. F. und dessen Familie den Grund für die nachlässige Betreuung seines Werkes darin, dass B. F. dem Beruf eines Verlegers nicht gewachsen sei. B. F. möge es ihm nicht verargen, wenn er nach Kompensationen für die Ausfälle an Publizität und Erträgnissen suche. Fragt nochmals an, ob es B. F.’s Prestige schaden würde, wenn der Alfred Scherz Verlag die Lizenz für eine Schweizer 'Buddenbrooks‹-Ausgabe bekomme [s. Br. an G. Bermann Fischer v. 18. u. 26.8.50].

Erwähnungen

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