Thomas Mann an Alfred A. Knopf

Zeitraum
Mittwoch, 14. Februar 1951
Datierung
14.2.1951
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

K.’s Telegramm über den diffamierenden Artikel wegen der ›Peace Crusade‹ sei schon am Montag angekommen, sein Brief erst heute. Beklagt sich bitter, dass man ihn eine Woche lang im ungewissen über seinen ›Letter to the Editor‹ [s. Br. an Alfred A. Knopf v. 4.2.1951] gelassen habe. Erst ein Ferngespräch mit Mr. Markel habe ihn dann davon unterrichtet, dass auf K.’s Veranlassung die Veröffentlichung der Entgegnung unterdrückt worden sei. Dieser habe ihm dann mitgeteilt, dass dies auf ein Gespräch mit Agnes E. Meyer hin geschehen sei. Er gestehe ihr kein Recht zu, sich in seine Angelegenheiten einzumischen, nur K. als sein Verleger müsse wissen, welche Maßnahmen in solchen Fällen zu ergreifen seien. Er hätte es aber für richtig gehalten, ihn durch ein Telegramm wissen zu lassen, dass er seinen Brief zurückziehen solle. »Never before, to my mind, had I been so miserably treated, as I seemed to be during that week.« Nichts allerdings habe die Hysterie von Mrs. Meyer übertroffen, mit der sie ihn überschwemmte. Sie habe ihm mit dem Verlust seiner Staatsbürgerschaft gedroht, sie habe ihn angeklagt, ein Landesverräter zu sein. Hat der ›United Press‹ eine Erklärung übergeben, dass er als Sponsor der ›American Peace Crusade‹ zurücktrete, und dass er künftig an keiner Gruppenaktivität mehr teilnehmen werde. Damit sei die Angelegenheit für ihn erledigt.

Erwähnungen

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