Thomas Mann an Hans Reisiger

Zeitraum
Montag, 30. April 1951
Datierung
30.4.1951
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für sein » Lob- und Preislied« auf den ›Erwählten‹ und bewundert seine Empfänglichkeit, die Gabe der Bewunderung, dank deren er das geworden sei, was er sei. Äußert sich in sehr pessimistischen Worten über die politische Lage und die vergiftete, mit Unheil geladene Atmosphäre in den USA, die seine produktive Laune zum Erliegen bringe. Ist sich seit Hitlers Untergang nicht mehr sicher, auf welche Seite er gehöre: die Kommunisten seien »mit ihrem infantilen Amoralismusa genauso unmöglich wie die «spätkapitalistische Profitwelt». Hält Pandit Nehru heute für den klügsten Staatsmann, aber für eine Verpflanzung nach Indien sei er zu alt. Für die vier oder fünf Jahre, die er allenfalls noch vor sich habe, möchte er nach Europa gehen, und zwar in die Schweiz, in deren Boden er einmal ruhen möchte.

Erwähnungen

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