Thomas Mann an Paul Amann
- Zeitraum
- Freitag, 25. Februar 1916
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Geht ausführlich lobend auf A.’s Studie über Rolland ein, obwohl er diesen nicht so hoch einschätzt. Ist des Krieges »überaus müde«, der »eine Umwälzung aller inneren und äußeren Dinge« bringe, »eine Gesamtrevolution Europas«, die, wie er hofft, eine Wende zum Geistigen, Undoktrinären bedeutet. Claudel ist für ihn der Repräsentant des besseren Frankreich. Die jetzige Arbeit an den ›Betrachtungen‹ öde ihn an. »Nur aus Ordnungssinn und bürgerlicher Abneigung, ›etwas umkommen zu lassen‹, werde ich das Geschriebene wohl zusammenziehen und noch etwas Brauchbares daraus zu machen suchen.» Bezeichnet sich als mehr »europäisch-intellektuell, als deutsch-poetisch«.
