Thomas Mann an Karl Lemke
- Zeitraum
- Dienstag, 27. November 1951
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Kann über die Rechtsverhältnisse des Nachlasses seines Bruders Heinrich keine genaue Auskunft geben. Sein Bruder ist ohne Hinterlassung eines Testaments gestorben; somit ist seine in Prag lebende Tochter Generalerbin, die auch die Tantiemen seiner in Ostdeutschland erscheinenden Bücher bezieht. Der mit amerikanischem Geld arbeitende Verlag der ›Frankfurter Hefte‹ soll die Verlagsrechte seiner Bücher erworben haben, was eine Verzögerung der Publikation des Gesamtwerkes bedeuten würde. Wenn der Verlag Willy Weismann, den L. kennt, den Plan einer Gesamtausgabe verwirklichen will, soll er sich mit dem Verlag der ›Frankfurter Hefte‹ in Verbindung setzen. Die Sichtung des ungedruckten literarischen Nachlasses hat Lion Feuchtwanger übernommen und festgestellt, dass manches, wie ›Empfang bei der Welt‹ und Szenen aus dem Leben Friedrichs des Großen, noch nicht publikationsreif sei, sondern in eine Gesamtausgabe kritisch-historischen Charakters gehöre. Möchte gern weiteres von L. über die Verhandlungen mit den beiden Verlagen hören.
