Thomas Mann an Erich von Kahler

Zeitraum
Mittwoch, 2. Januar 1952
Datierung
2.1.1952
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für K.s Wünsche zum neuen Jahr, das für die Familie Mann bedeutende Veränderungen mit sich bringen werde. »Der irrationale und fast ängstliche Zug und Drang zurück zur alten Erde, deren Sohn ich bin, und in deren Schoß ich einmal ruhen möchte – nicht in dieser […]« – verstärke sich immer mehr. Seine Familie sei mit seinem Entschluss einverstanden: Von der nächsten Europareise würden sie nicht mehr zurückkehren, sondern sich in der Schweiz niederlassen. Die Ablösung von Amerika solle aber ohne jedes Aufsehen vor sich gehen. Durch das schweizerisch-amerikanische Steuerabkommen sei dies auch technisch möglich, da eine Doppelbesteuerung der in der Schweiz lebenden amerikanischen Bürger nicht in Frage komme. Ist verärgert, dass die Redaktion der ›Neuen Rundschau‹ nicht K. oder Hans Reisiger die Besprechung des ›Erwählten‹ anvertraut habe: »Wie anders wäre das zu lesen gewesen, als das frauenzimmerliche Zeug, das jetzt da steht.« Will den ›Felix Krull‹ fortsetzen, wobei sich wieder seine Neigung zeige, alles ins »Faustische« ausarten zu lassen.

Erwähnungen

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