Thomas Mann an Ria Drevermann

Zeitraum
Sonntag, 20. Januar 1952
Datierung
20.1.1952
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

»Zu anständigen Briefen« reicht es nicht, weil er sich trotz seines Schwurs, nie wieder einen großen Roman zu schreiben, an die Weiterführung des ›Krull‹ mache. Es wäre nicht schlimm, »wenn nicht [...] die verdammte Neigung wieder da wäre, alles ins ›Faustische‹ ausarten zu lassen, selbst etwas so Närrisches, und eine Wanderung vom Himmel durch die Welt zur Hölle daraus zu machen«. Zu seinem Bedauern kann er der Aufforderung D.s, nach Deutschland zu kommen, nicht folgen. Es schaudert ihn, dort wieder zu leben. »Auch bin ich hier sehr gebunden, durch mein Haus, durch klimatische Verwöhnung, durch so manche Ehrensessel, die es mir schwer machen würden, mich von dem Lande zu trennen.« Trotzdem – je älter er wird, zieht es ihn zurück zur alten Erde, aber nicht nach Deutschland, sondern nach Europa und im besonderen in die Schweiz. Hofft, »dort einmal seinen Stein [zu] haben«.

Erwähnungen

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