Thomas Mann an unbekannt [eine Dame]
- Zeitraum
- Montag, 21. Januar 1952
- Datierung
- 21.1.1952
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Zu seinem Verhältnis zur deutschen Kultur befragt, antwortet er, dass er natürlich wie jeder Mensch in den »Sprach- und Denkgesetzen seiner nationalen Sphäre« wurzele, dass ihm aber das Deutsche allein nie genügt habe. Seine Bücher, seine essayistischen Studien sind zwar überaus deutsch, zusammen mit seinem Bruder Heinrich hat er aber dem deutschen Roman ein »gewisses europäisches Interesse verschafft«. Das sei darauf zurückzuführen, dass er nicht rein germanischen Geblütes sei, da seine Mutter von Seiten der Ihren lateinamerikanischen Ursprungs war. »Damit habe ich in Kürze meine Art von zugleich nationaler und kosmopolitischer Existenz beschrieben.«
