Thomas Mann an Editha Klipstein
- Zeitraum
- Dienstag, 26. Februar 1952
- Datierung
- 26.2.1952
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Freute sich über den klugen, wohltuenden Brief, ebenso darüber, dass sie seine knappe Charakteristik ihres Werkes »einigermaßen adäquat« empfunden hat. Dankt für ihre Besprechung des ›Erwählten‹ in der ›Neuen Rundschau‹. Glaubt, dass sie darin recht habe, dass die Erzählung, die von manchen als frivol empfunden werde, etwas mit »Frieden oder Befriedigung« zu tun habe. Sagt darüber: »Es ist wahr, ich bringe die Leute gern zum Lachen, aber das ist gewiß kein nihilistisches, kein Hohngelächter, das ich bringe, sondern ich möchte eine Art von Heiterkeit – das Fremdwort Serenität ist in diesem Fall vielleicht richtiger – erregen, die den Haß und die Dummheit löst und dadurch eine humanisierende und befriedigende Wirkung zeitigt.« [s. Brief an Editha Klipstein vom 3.7.1951 / Reg. 51/322].
