Thomas Mann an Hans Reisiger

Zeitraum
Freitag, 1. Januar 1954
Datierung
1.1.1954
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Berichtet von einem »abscheulichen Furunkel«» im rechten unteren Augenlid, das ihn sehr irritiert. – Über das Ballett ›Mario und der Zauberer‹, das mehr »eine jetzt beliebte Mischform aus Musik, Tanz und Sprechstück« ist. Zur Premiere in der Mailänder Scala fahren sie vielleicht hin. – Rowohlts »melancholischen Liebesgruß« über den Verkauf der ›Salamis‹-Erzählung müsse R. nicht unbedingt nochmals lesen. Wenn er doch nicht immer von dem »anspruchsvollen« Buch hören müsse. »Es ist ja gar nicht anspruchsvoll, sondern klar und schön, und wenn die Deutschen so etwas nicht mehr lesen können, sollen sie sich begraben lassen.« – Der Film ›Königliche Hoheit‹ sei ihnen hier vorgeführt worden; er finde ihn ganz liebenswürdig und hübsch zu sehen. Dem Publikum gefalle er wegen der Helmbüsche und der guten alten Zeit. »Dabei ist Spoelmann unmöglich, Imma nicht richtig, und Überbein steht in der Luft. Dagegen Borsche ausgezeichnet. K. H.. wie er im Buche steht, – das sonst nur durchschimmert.« Erika sei zu spät gerufen worden.

Erwähnungen

Hinweis: der Eintrag befindet sich in Prüfung. Haben Sie Korrekturen oder Ergänzungsvorschläge?