Thomas Mann an Agnes E. Meyer

Zeitraum
Samstag, 11. Dezember 1954
Datierung
11.12.1954
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Sendet, auch im Namen seiner Frau, an sie und ihren Mann herzliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße. Traf neulich überraschend Florence im Theater, die leider seine Einladung ausschlug, ihn in dem neuerworbenen Haus in Kilchberg zu besuchen. Lebt dort erst seit einem halben Jahr, »aber mit dem Gefühl, als lebten wir schon von jeher darin, so passend, gemütlich, hübsch und bequem ist es, mit bildschöner Aussicht auf den See, die Stadt, die Berge«. Fragt, ob sie mit Claudel fleißiger korrespondiere als mit ihm? – das wäre ein Grund für ihn, Spottverschen über ihn zu schreiben, wie Claudel es seinerzeit über ihn getan habe. Schreibt an der Schiller-Rede zur Feier von dessen 150. Todestag; hat überhaupt viel zu sprechen: vor Studenten, literarischen Gesellschaften und für den Rundfunk. Sandte ihr Anfang Oktober die Memoiren des ›Felix Krull‹, ist besorgt, ob das Buch angekommen ist: »Es war das erste Exemplar, das ich inskribierte und versandte.«

Erwähnungen

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