Thomas Mann an Agnes E. Meyer

Zeitraum
Mittwoch, 9. Februar 1955
Datierung
9.2.1955 fortges. 10.2.1955
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Berichtet ihr zur Entschuldigung für sein langes Schweigen auf ihren Brief vom 27. Dezember 1954 ausführlich von seiner Arbeit an der Schiller-Studie, die ihn völlig in Anspruch genommen habe, von der anschließenden Erkrankung an einer Virus-Infektion in Arosa und der Behandlung im Kantonspital in Chur. Das in ihrem Brief geschilderte Wiedersehen mit ihrer alten Arbeit über sein Leben und Werk müsse für sie recht merkwürdig gewesen sein; der Gedanke an diese Zeit ihrer Versenkung in seine geistige Existenz sei für ihn ergreifend. Stimmt ihrer Absicht zu, diese Blätter in die Obhut der Library of Congress zu geben, damit Studenten aus ihren Aufzeichnungen Nutzen ziehen könnten. Den Tag der goldenen Hochzeit werden seine Frau und er morgen in aller Stille begehen. Hatte nach Abschluß der Schiller-Studie einen Brief Schillers an Wilhelm von Humboldt ausfindig gemacht, in dem des Dichters Wesen in einer erschütternden Klarheit zum Ausdruck komme. Will diese Passage noch in den Essay hineinarbeiten.

Erwähnungen

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