Thomas Mann an Hermann Stresau

Zeitraum
Mittwoch, 6. April 1955
Datierung
6.4.1955
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt St. für dessen »betrüblichen und doch auch wieder so tröstlichen Bericht. Wer solche Briefe zu schreiben vermag, um den braucht einem nicht ernstlich bange zu sein. Sie sind hart geprüft worden und haben bestanden und obsiegt.« Wegen des Buches über ihn brauche sich St. keine Sorgen zu machen, es werde in der Ruhe reifen können. Ein späteres Erscheinen wäre ihm entschieden lieber als im Trubel des Geburtstagsfestes. St.’s Erkrankung sei sicher auf Überarbeitung zurückzuführen. Er hatte dieselbe Erfahrung gemacht: die hundertseitige Schrift zu Ehren Schillers habe ihm unglaublich zugesetzt. Statt in Arosa Erholung zu finden, bekam er eine schwere Virus-Infektion, die einen Krankenhausaufenthalt im Kantonsspital in Chur notwendig machte. Auch jetzt sei er wieder etwas marode: ein Katarrh der oberen Luftwege, ohne Fieber, »aber der Kopf ist mir schwer und leer davon«.

Erwähnungen

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