Thomas Mann an Hans Reisiger

Zeitraum
Mittwoch, 13. April 1955
Datierung
13.4.1955
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Ist endlich von der Schiller-Aufgabe erlöst. Es habe mehr Mühe gemacht, aus den einigen achtzig Seiten eine Rede von zweiundzwanzig zustande zu bringen, als die Schrift selbst herzustellen. Das sei zu leidlicher Zufriedenheit gelungen, etwa 55 Minuten mündlicher Rede. – Man hat ihm versichert, dass R. zu der Schiller-Feier eingeladen sei. Sie träfen, »von Erika kutschiert«, am 7. Mai in Stuttgart ein und wohnen im Parkhotel. Bittet R. zum Abendessen. Kann die Schiller-Stelle, die R. im Sinn habe, nicht nennen. Daß Schillers Sinnlichkeit bei allem Ätherischen seiner Natur lebhaft war, gehe aus seinen frühen Gedichten und den Jugenddramen rauf eine knabenhaft-renommistische Weise» hervor. Zitiert eine Stelle aus der ›Verschwörung des Fiesco‹, die er nicht bringen werde.

Erwähnungen

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