Thomas Mann an Guido Devescovi

Zeitraum
Sonntag, 1. Mai 1955
Datierung
1.5.1955
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für die Schrift über den ›Doktor Faustus‹; bewundert D.’s bedeutende germanistische Bildung; trotz manchen negativen Kritiken, die er hat lesen müssen, ist die Anteilnahme an dem Roman nicht erstickt worden. Holthusens Broschüre habe er selbst nie in der Hand gehabt; dieser soll später Abstriche an seiner Kritik gemacht haben. Sagt über sein Verhältnis zu seinem Bruder Heinrich, dass er immer zu dem Älteren aufgeblickt habe, wie er es im Roman ›Königliche Hoheit‹ autobiographisch dargestellt hat. Seine Erschütterung sei groß gewesen, als Heinrich kurz vor seinem Tode ihm eines seiner Bücher mit den Worten widmete: »Meinem großen Bruder, der den ›Doktor Faustus‹ schrieb.«

Erwähnungen

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