Thomas Mann an Heinrich Wiegand

Zeitraum
Dienstag, 14. November 1933
Datierung
14.11.1933
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Bedankt sich für W.s Besprechung [von ›Die Geschichten Jaakobs‹), »deren Nichterscheinung ich wohl beklagen sollte und doch kaum beklagen kann«, denn in diesem Fall läge alles »symptomatische Gewicht auf dem Privaten, den Äußerungen aus dem Publikum und aus künstlerischer Sphäre«, wohingegen die Tageskritik versagen müsse. An die Hartstirnigkeit von Diebold, den Liebermann einmal »ein gescheites Rindvieh« genannt habe, sei er gewöhnt. Über Anubis als zukünftiges Hermes Psychopompos (»Ich werde meinen Kopf schon noch los«) und die Hermes-Skulptur von Lysipp. Hermes sei immer seine Lieblingsgottheit gewesen. Der üblichen Kritik fehle der Blick dafür, dass man »ein solches Buch wie den ›Jaakob‹, wenn’s auch anmaßend klingt, geschichtlich, innerhalb des Gesamtwerkes, als Produkt einer Lebensstufe sehen muß«. Das neue Buch »steht zwar schon im 20. Tausend, aber ich bekomme kein Geld«. Er werde Hesse in Baden besuchen.

Erwähnungen

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