Thomas Mann an Wilhelm Kiefer
- Zeitraum
- Donnerstag, 26. Oktober 1933
- Datierung
- 26.10.1933
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Aus seinem Plan einer Niederlassung in Basel sei nichts geworden. »Für Zürich habe ich immer eine Neigung gehabt, und wenn Basel mehr Stil hat, so hat Zürich wieder mondänere Vorzüge.« Sein Haus und Bankkonto seien beschlagnahmt, so dass er die Reichsfluchtsteuer nicht zahlen könne. Der erste Teil seines biblischen Romans finde in Deutschland großen Anklang; materielle Vorteile habe er jedoch nicht davon. Bezeichnet den Leipziger Reichstagsbrand-Prozess als Morast und Menetekel. »Alles Schändliche und Scheußliche des deutschen Zustandes sammelt sich in diesem Prozeß, dem wahrscheinlich eine schlimme Unsterblichkeit zuteil werden wird.«
