Thomas Mann an Richard Schaukal

Zeitraum
Montag, 14. Juli 1902
Datierung
14.7.1902
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Er sei ein paar Tage im Gebirge gewesen und habe Kurt Martens in Kreuth besucht. Mit Fischer sei er in größerem Kreise zusammen gewesen, so dass es zu keinem geschäftlichen Gespräch gekommen sei. »Die Erwähnung Ihres Angebotes hätte ja auch wohl nichts mehr genützt« [vgl. Brief an Richard Schaukal vom 25.6.1902 / Reg. 02/23a]. Sch.s Erfolge würden diesen Misserfolg aufheben. Von ihm werde in den nächsten Wochen in der ›Zeit‹ eine Novelle erscheinen. Der Insel-Verlag habe eine längere Novelle als kleines Buch herausbringen wollen, was ihm »wahrhaftig Freude gemacht« hätte, jedoch könne er diese Geschichte nicht für den Band entbehren, der im Oktober erscheinen werde. Außerdem sei er ja an Fischer gebunden. Empfiehlt Sch., die »amtliche Thätigkeit« nicht zu unterschätzen, die »doch auch viel Ruhe und Rückgrat« gebe. Sei man »aller Fesseln ledig«, so quäle »einen oft genug das bürgerliche Gewissen«. Er wolle im Oktober wieder nach Riva gehen und hoffe, »daß beim Rudern auf dem Gardasee Manches sich klären wird, was ich mit mir herumtrage: ein neuer Roman, ein Quattro-cento-Einakter und allerlei kleines Zeug«.

Erwähnungen

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