Thomas Mann an Wilhelm Michel

Zeitraum
Samstag, 26. Juli 1924
Datierung
26.7.1924
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Bezeichnet M.s Hölderlin-Schrift als wundervoll und herzbewegend. »Sie war mir ein wahres Labsal, bestätigte mich beglückend in Ideen und Willensmeinungen, zu denen eigene seelische Arbeit mich geführt hat, und deren Aeußerung mir bitterer Weise als Felonie ausgelegt wurde.« M.s zeitgemäßes Manifest möge in die Hände der Jugend kommen und ihre Herzen erhellen und bewegen. Ein liebloser und boshafter Partei-Pazifismus könne diese Herzen nie gewinnen, wohl aber das aus M.s Schrift hervorstrahlende Motto des Heiligen Reiches, »Pax et disciplina« und die fromme Revolutionsrede des Empedokles an die Agrigentiner. M.s hohe Bestimmungen des Deutschtums seien wie ganz wenige berufen, zu dem weltnotwendigen Werk des seelischen Wiederaufbaus Deutschlands beizutragen.

Erwähnungen

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