Thomas Mann an Redaktion ›Zürcher Student‹

Zeitraum
Samstag, 30. Oktober 1948
Datierung
30.10.1948
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Bedankt sich für den freundlichen Brief mit zwei Ausgaben der Zeitschrift. War von dem Ausgelassenen, Spottlustigen, Übermütigen der Hefte am meisten angetan und hat sich auch über die ›Faustus‹-Parodie sehr amüsiert. »Der Verfasser der sehr hübschen Satire […] war sich vielleicht gar nicht bewußt, daß er, stilistisch, die Parodie einer Parodie gab, nämlich einer Selbstparodie.« Der Goethe-Ulk in einem anderen Beitrag habe »etwas glücklich Vorbeugendes gegen die Schrecken des bevorstehenden und schon anhebenden 49er Goethe-Rummels«. Er solle dabei auch mittun. »Dabei habe ich noch gar keine Ahnung, wie ich noch einmal etwas über den Alten zusammenkratzen soll. J’ai vidé mon sac.« Findet das Rein-Ernste in den Blättern sehr rührend. »Die Unruhe des Herzens ist die Hauptsache. Und daß man sie spürt, unter allen Scherzen, in Ihrer kleinen Zeitschrift, das spricht für Sie.«

Erwähnungen

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