Thomas Mann an Margo Wolff #N.n.g.#
- Zeitraum
- Freitag, 26. Oktober 1951
- Datierung
- 26.10.1951
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Er wünsche M. wahrhaftig alles Gute, könne ihr jedoch zu keiner Lehrstelle in Californien oder sonstwo in den USA verhelfen. Der kleine Beschmierungsfeldzug gegen ihn vor seiner Europa-Reise [i.e. die Tillinger-Affaire] schien bei seiner Rückkehr ziemlich vergessen zu sein, denn er sei recht freundlich wieder aufgenommen worden. »Es ist eben gut, wenn man ausser politischem Non-Conformismus noch etwas anderes zu bieten hat, z.B. das, was hier ›The Holy Sinner‹ heisst.« Die »smear campaign«, die Alfred Döblin jahrelang in Deutschland gegen ihn geführt habe »(Gott weiss, warum)«, sei schlimmer gewesen. Er wolle Alfred Döblins Bruder Hugo mit seinen Glückwünschen ungeschoren lassen, weil man zu lange ausser Kontakt sei. Die Niederlassung Hugo Döblins in der Schweiz freue ihn jedoch wirklich.
