Thomas Mann an Georg Martin Richter [Anrede: »Lieber Onkel« = Pate von Monika Mann]
- Zeitraum
- Montag, 24. März 1919
- Datierung
- 24.3.1919
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Ist bereit, R. für einen Hauskauf in Feldafing 5.000 Mark sofort zu leihen und weitere 5.000.- Mark folgen zu lassen nach dem Verkauf des Reliefs durch Bachstitz [?; Name undeutlich geschrieben]. Kann bei der sehr ungewissen Weltlage diese Geldgeschäfte aber nicht mit der bisherigen Nonchalance behandeln, sondern möchte sie auf eine geschäftliche Basis stellen. Es bestehe die Möglichkeit, dass seine finanziellen Verhältnisse sich zu seinem Nachteil verändern, so dass er die investierten 10.000 Mark wieder brauche. Hat eigentlich nicht genug von der Investierung, weil er höchstens zwei- oder dreimal im Jahre nach Feldafing komme. Es könnte auch sein, dass er für seine Familie etwas Eigenes erwerben oder bauen wolle, wozu er ebenfalls das Kapital benötige. Schlägt deshalb einen Vertrag mit halbjähriger Kündigung der Summe vor. Ebenso soll für die Luxusausgabe des ›Tod in Venedig‹ mit S. Fischer und R. ein ordnungsgemäßer Vertrag für die Lieferung von Illustrationen abgeschlossen werden. R. verlangte ein Honorar von 5.000 Mark, was bei einer Auflage von 200-300 Exemplaren eine Tantieme von 10% ausmachen würde [nicht zustande gekommen].
