Thomas Mann an Otto Zoff

Zeitraum
Dienstag, 7. April 1942
Datierung
7.4.1942
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Es habe ihm einen rührenden Eindruck gemacht zu lesen, wie tapfer Z. und dessen Frau sich in dem harten Kampfe halte. Der Krieg dauere schon zu lange und werde immer noch länger dauern. »Mir – und nicht mir allein – kommt es so vor, als ob jener Hitler geschlagen, aber Russland ja nicht zu sehr siegen und ein bisschen Fascismus unbedingt erhalten werden soll.« So könne man nicht siegen und ihm sei sehr bange. Sein Bruder Heinrich habe seinen Notvertrag bei Warner eingebüßt, »und man muss für ihn aufkommen«; hofft, dass der Roman, an dem Heinrich schreibe, »noch zu seinen Lebzeiten irgendwelche Verwendung findet«. [›Notverträge‹ - s. Brief an Upton Sinclair vom 15.5.1942 / Reg. 42/163] Meint, dass Z.’s Aussichten besser seien. Er selbst suche sich aktiv zu halten und schreibe, trotz Unterbrechungen, unentwegt den Joseph zu Ende, »der dann als ein erratisches Kuriosum wunderlich in dieser Epoche herumliegen wird«.

Erwähnungen

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