Thomas Mann an Charles Du Bos
- Zeitraum
- Donnerstag, 3. März 1938
- Datierung
- ohne Datum [laut Tagebuch: 3.3.1938]
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Bedauert, dass sie sich weder in Chicago noch in Detroit, von wo er in zwei Stunden nach Ann Arbor abreist, werden treffen können. Erzählt von seinem Reiseprogramm. Bedankt sich für die ›Approximations‹ und die Dedikation, aus der er ersieht, dass D.B. in Zukunft mindestens die Hälfte des Jahres in Amerika verbringen wird. War zunächst überrascht, weil es ihm schwerfällt, eine Verbindung zwischen einer so ausgesprochen europäischen Persönlichkeit und den USA zu sehen. Fragt sich jedoch, wie es sich mit ihm selbst verhält. Meint, dass die kulturellen Aufgaben des alten Kontinents auf diesen neuen hier übergehen; findet die Luft, die man hier atmet, entschieden angenehmer und stimulierender als die europäische. Bedauert, dass er erst jetzt von D.B.s Wunsch, an der North-Western University Vorlesungen zu halten, erfährt, sonst hätte er mit Vicepräsident Snyder, der seiner Vorlesung in Chicago beiwohnte, darüber gesprochen; hat diesem heute geschrieben; zweifelt nicht daran, dass Snyder D.B. zum Kommen auffordern und den besten Empfang bereiten wird. Hofft, D.B. entweder auf der Rückreise aus Kalifornien nach New York oder in Paris, wo er sich Anfang Mai für einige Tage aufzuhalten gedenkt, treffen zu können.
