Thomas Mann an Georg Martin Richter
- Zeitraum
- Mittwoch, 13. August 1919
- Datierung
- 13.8.1919
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Ist aus Glücksburg zurück, wo er drei Wochen mit S. Fischer zusammen war. Trotz des guten Essens und der Nähe der Förde wurde ihm der Aufenthalt wegen des unfreundlichen Wetters etwas verleidet. In der nächsten Woche wird seine Frau einmal mit den vier Älteren an den Chiemsee fahren. Hofft, im September oder Oktober wieder einmal zusammen mit R. in Feldafing hausen zu können. Hat mit S. Fischer manches Geschäftliche besprochen. Eines der Resultate sei der Auftrag, R. und Caspari zu eröffnen, dass Fischer den Luxusdruck des ›Tod in Venedig‹ selber machen will. Für Arthur Schnitzlers ›Casanova‹ hat Hans Meid die Zeichnungen hergestellt; Fischer will diesen Künstler auch für seine Novelle gewinnen. Seine mündliche Absprache mit R. sei zu vager Natur gewesen, und an Caspari, der nichts von sich hören lasse, halte er sich nicht gebunden. »Ganz wohl ist mir ja nicht bei der Sache, da ich nicht weiß, in welchem Grade die veränderte Situation [...] Sie ärgern wird. Hoffentlich nicht sehr.« [Diese Ausgabe kam nicht zustande].
