Thomas Mann an Léon Pierre-Quint

Zeitraum
Sonntag, 5. Dezember 1926
Empfänger:in

Zusammenfassung

Will Pierre-Quint »je ein Exemplar von ›Tristan‹ und ›Unordnung und früher Leid‹ zum Vergleich mit der französischen Übersetzung« zukommen lassen. Ist unzufrieden mit der Übersetzung von ›Unordnung und früher Leid‹ von Gabrielle Valère-Gille und »muss nach dieser Übersetzungsprobe der Madame Gille den dringenden Wunsch aussprechen, dass man sie zur Übersetzung irgend einer grösseren Arbeit von mir nicht mehr heranzieht«. Erkundigt sich danach, welche weiteren seiner Werke nun zur Übersetzung in Aussicht genommen werden und äußert den besonderen Wunsch, dass es nicht ›Königliche Hoheit‹ oder ›Buddenbrooks‹ sondern der ›Zauberberg‹ sein solle. Ist überzeugt, dass »rein literarisch genommen, dieses Buch für Frankreich von weit grösserem Interesse ist als all die anderen Romane« und verweist auf einen Aufsatz, »worin der ›Zauberberg‹ mit den ›Faux Monnayeurs‹« von André Gide verglichen werde. »Es handelt sich da bei aller nationalen Verschiedenheit zweifellos um Parallel-Erscheinungen«.

[zit. in Stargardt, Katalog 714, 28. April 2026]

Erwähnungen

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