Thomas Mann an Ida Boy-Ed

Zeitraum
Donnerstag, 3. November 1921
Datierung
3.11.1921
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für ihr Buchgeschenk; ist leider wegen der bevorstehenden Schweizer Reise zeitlich zu bedrängt, um es eingehend zu würdigen. »Es ist Ihr schönstes Werk, – ich glaube, das schrieb ich Ihnen auch unter dem Eindruck Ihrer ›Charlotte von Stein‹, aber muß ich denn nicht auch diesmal der Wahrheit die Ehre geben?« Er sei in seinem Urteil durch den Glauben an einen bestimmten Buchtypus bestimmt, dem intellektualen Roman, dem auch ihr Werk angehöre. Heute wolle das Publikum weniger das Gemachte, die Phantasie-Konstruktion, als vielmehr »das Geistige, das Klärende, das Helfende«. Seine Frau, die jetzt das Buch lese, möchte ihr nach beendeter Lektüre ihre eigenen Eindrücke mitteilen. – Beide gedächten noch öfter der Lübecker Tage »und der ehrwürdig-liebenswürdigen Person unserer Gastfreundin«.

Erwähnungen

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