Thomas Mann an Arthur Schnitzler
- Zeitraum
- Dienstag, 20. Februar 1923
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Amüsiert sich über Schnitzlers »Abenteuer Casanovas in Amerika« [vermutlich Bemühungen um die englische Übersetzung von Schnitzlers Novelle ›Casanovas Heimfahrt‹]. Seine Erfahrungen mit der amerikanischen Agentur Kirkpatrick & Brandt sind sehr beschränkt. Vor Jahr und Tag seien die ›Buddenbrooks‹ in den USA abgedruckt worden, Honorar 500 Dollar. Der Roman wird jetzt verfilmt [Regie: Gerhard Lamprecht]. – Schnitzlers Urteil über ›Von deutscher Republik‹ hat ihn sehr beeindruckt. Es handle sich bei dem Vortrag um eine »praktische Aktion, mit der ich in gewissen Grenzen genützt zu haben glaube«, da die Arbeit im Ausland viel beachtet worden sei. Aber gegen die Torheit der Franzosen sei nicht anzukommen, die es sich in den Kopf gesetzt hätten, jedem das Konzept zu verderben, der »versucht, in Deutschland zum Guten zu reden«. Die »Détails« von der Ruhr seien nicht zu überbieten. »Der Ingrimm ist fürchterlich, und man sieht nicht ab, was einmal daraus werden soll.« – Bittet, Felix Salten seinen Dank für dessen Tiergeschichte ›Bambi‹ zu sagen: »reizend, erquickend, voll von Humor und Natur.«
