Thomas Mann an Jean Schlumberger
- Zeitraum
- Samstag, 21. November 1931
- Datierung
- 21.11.1931
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Empfindet eine »große und schwere« Schuld der jungen französischen Literatur gegenüber. Zu seiner aufrichtigen Freude erhalte er seit Jahren viele französische Bücher mit freundlichen Widmungen, »ohne dass meine Kräfte ausgereicht hätten, auch nur die überwiegende Anzahl davon zu lesen und den Verfassern für ihre Aufmerksamkeit zu danken«. In diesen Fehler möchte er bei Sch. nicht verfallen, er danke ganz besonders für das Geschenk von Sch.s Roman ›Saint-Saturnin‹. Diese »großangelegte und im lebendigsten Sinn interessante Familiengeschichte« hat ihn gepackt und gefesselt. Geht ausführlich auf den Inhalt und auf die Feinheiten dieses Romans ein, dessen besonderer Vorzug sei, dass sich darin »hohe literarische Eigenheiten mit dem Erregenden und wie das etwas demolierte deutsche Wort lautet ›Spannenden‹ verbindet«.
