Thomas Mann an Félix Bertaux
- Zeitraum
- Samstag, 20. Februar 1932
- Datierung
- 20.2.1932
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Dankt für B.s Brief mit den erheiternden Neuigkeiten, zum Beispiel der Geschichte vom bärtigen Professor und dem ›Zauberberg‹. Ist ungehalten über das Zögern des Verlages Kra, nach dem erfolgreichen ›Zauberberg‹ nicht auch die ›Buddenbrooks‹ herausbringen zu wollen. Ist damit einverstanden, dass die ›Nouvelle Revue Française‹ die Partien aus ›Goethe und Tolstoi‹ in ihre Goethe-Nummer aufnehmen will, die B. und sein Sohn Pierre übersetzt haben. Klärt B. über das Zustandekommen eines Artikels über die Zukunft des National-Sozialismus auf, den er im Sommer 1931 für die Londoner ›General Press‹ geschrieben hat, der jetzt in amerikanische und europäische Zeitungen übergegangen ist und von dem auch ›Lu‹ einen Teil veröffentlicht habe. Er sei sehr populär gehalten und für die Weltpresse gedacht. – Freut sich, dass sein Sohn Klaus so freundlich von B. und dessen Familie aufgenommen worden sei. Golo ist schon mit einem Aufsatz über Hegel in der ›Neuen Rundschau‹ hervorgetreten. Arbeitet »mit peinlich reduzierten Kräften« am Goethe-Vortrag für die Schweizer und Berliner Vorlesungen und will einen zweiten für Weimar schreiben.
