Thomas Mann an Friedrich Michael
- Zeitraum
- Sonntag, 7. August 1932
- Datierung
- 7.8.1932
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Was M. ihm von der Rezension eines »Literatur-Nazi« erzähle, sei ihm so vertraut, dass er »vor langer Weile dabei geradezu erschlaffe«. Die freundlicheren Erfahrungen, die M. mit seinem Buch im Ausland mache, seien charakteristisch für die allgemein menschliche Atmosphäre, die man dort als deutscher Schriftsteller vorfinde. Es sei heute kein Vergnügen mehr, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Man dürfe aber nicht vergessen, dass dem »völkisch-mythischen Rummel« eine andere, bessere Tradition entgegensteht. – Kann wegen dringender Arbeiten M.s Buch nicht besprechen.
