Thomas Mann an Ida Herz

Zeitraum
Freitag, 10. März 1933
Datierung
10.3.1933
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für ihre beiden Briefe; hofft, dass sie den revolutionären Antisemitismus nicht zu spüren bekommt, den er allerdings wegen der süddeutschen Menschlichkeit für nicht sehr stark hält. Leidet sehr unter der Ungewissheit seiner gegenwärtigen Lage: »[…] ich bin halb krank, kann nicht recht essen und nicht recht schlafen, und der Gedanke eines vollständigen Umsturzes meiner Existenz, die Vorstellung ins Exil gehen zu müssen, [...] hält mich in ununterbrochener Erregung und Erschütterung.« Wartet auf Antwort von einigen Vertrauenspersonen in München, ob er wenigstens nochmals heimkehren kann, um das Notwendigste zu ordnen. Als Exilland würde er die Schweiz wählen, um in deutscher Sprach-Sphäre zu bleiben; sein Bruder Heinrich, »beweglicher in jeder Beziehung wie er ist«, befindet sich längst in Frankreich.

Erwähnungen

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