Thomas Mann an Verein des Jüdischen Hilfswerks, New York
- Zeitraum
- Freitag, 8. Juni 1934
- Datierung
- ohne Datum [vor 8.6.1934]
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Bestätigt den Empfang des Briefes und des Prospektes über das Unternehmen der Sammlung zugunsten jüdischer und politischer Flüchtlinge der verschiedenen Länder. Er möchte seinen kurzen Aufenthalt in Amerika nicht zu Ende gehen lassen, ohne dem Verein »meine freudige Sympathie mit dieser hochherzigen Aktion« ausgesprochen zu haben. Die politischen Umwälzungen in einigen Staaten Europas hätten »unendliches Leid und schwere Not« über zahllose unschuldige Menschen gebracht. Leider müsse gesagt werden, dass im großen Ganzen die Welt geneigt sei, sich diesen erschütternden Tatsachen zu verschließen. Um so mehr sei eine entschlossene Hilfsbereitschaft zu begrüßen, wie sie sich in dem Appell und der Tätigkeit dieses Vereins äußere. Er hätte sich gern persönlich für dieses Unternehmen eingesetzt und ein paar Worte gesprochen. Die Kürze des Aufenthalts verhindere es leider [s. dazu Thomas Mann an Gottfried Bermann Fischer vom 27.6.1934, Briefwechsel Gottfried Bermann Fischer, 80f.].
