Thomas Mann an Fredrik Böök
- Zeitraum
- Mittwoch, 18. Juli 1934
- Datierung
- 18.7.1934
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Dankt für B.s Besprechung der ›Geschichten Jaakobs‹ in ›Svenska Dagbladet‹; ist leider nicht imstande, sie wegen seiner mangelnden Kenntnisse des Schwedischen zu lesen und bittet B., von einem seiner Schüler einen Auszug in deutscher Sprache anfertigen zu lassen. Schildert die verzweifelte wirtschaftliche Situation der Kinder Jakob Wassermanns aus erster Ehe nach dessen Tod; fragt, ob die Schwedische Akademie und die Verwaltung des Nobel-Fonds irgendwie tätige Anteilnahme an diesem Schicksal nehmen könne unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Wassermann wegen seiner literarischen Bedeutung über kurz oder lang für den Nobelpreis in Frage gekommen wäre. – Richtet nochmals die Aufmerksamkeit auf Hermann Hesse als möglichen Kandidaten für den diesjährigen Nobelpreis. »Man würde etwas echt und unzweifelhaft Deutsches vor der Welt ehren und krönen, ohne sich dem Mißverständnis auszusetzen, dass man etwas anderes *mit* zu ehren und krönen beabsichtige.«
