Thomas Mann an Franz Goldstein

Zeitraum
Sonntag, 3. Januar 1937
Datierung
3.1.1937
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Bedauert, auf G.s Brief nicht allzu ausführlich eingehen zu können, da er vor Antritt einer Vortragsreise steht. Nimmt an G. s Sorgen Anteil, bedauert aber, ihm nicht allzu viel Hoffnungen für Unterstützung seines Blattes durch die im Werden befindliche New Yorker Deutsche Akademie machen zu können. Er habe durch einen Artikel in der ›New York Times‹ der Organisation etwas helfen wollen, aber die Mittel fehlten noch, und er müsste bei einer neuen Reise nach Amerika im Frühjahr versuchen, die Opferbereitschaft zu erhöhen. Geplant sei eine Zusammenfassung des gesamten außerhalb der Reichsgrenzen bestehenden Kulturlebens in Literatur, Wissenschaft und Kunst. Der Hauptträger der Idee sei Prinz Hubertus zu Löwenstein und der Rahmen die bereits bestehende amerikanische Organisation ›Guild for German cultural freedom‹. Ein europäischer Senat, dessen Vorsitzender er selbst sein solle, sei in der Gründung begriffen. Sein Sohn Klaus suche zur Zeit mit seiner Tochter Erika in Amerika Verbindungen, um Arbeit und eine Existenzform zu finden.

Erwähnungen

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