Thomas Mann an Paul Amann

Zeitraum
Freitag, 21. Februar 1936
Datierung
21.2.1936
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Seine Korrespondenz sei »infolge des Husarenstreiches« [Offener Brief an Dr. Eduard Korrodi] so angeschwollen, dass er sich kurz fassen muss. Außerdem drängt die Arbeit am dritten Band des Joseph-Romans. Sein Wunsch sei es gewesen, »der Emigration, der äußeren und inneren, etwas den Nacken zu steifen und gleichzeitig gewisse, unangenehm halb-und-halbe Vorstellungen zu korrigieren, die noch in der Welt von meinem Verhältnis zum Dritten Reich bestehen«. Mit Ausbürgerung und Verbot seiner Bücher müsse er sich abfinden, aber es dauere vielleicht nicht lange. Hörte, die Zersetzung in Deutschland habe das Endstadium erreicht. Hofft auf ein Wiedersehen in Wien bei seinem Festvortrag zu Sigmund Freuds Geburtstag.

Erwähnungen

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