Thomas Mann an unbekannt [Redaktion einer belgischen Zeitschrift]
- Zeitraum
- Montag, 13. Juli 1936
- Datierung
- 13.7.1936
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Berichtigt in Kerchoves Besprechung des ›Jungen Joseph‹, die übrigens sehr liebenswürdig sei, dessen Behauptung, er sei Jude. Er sei weder Jude noch von jüdischer Abstammung. Besteht auf dieser Feststellung, da es nicht unwichtig sei, zu wissen, ob seine Bücher von einem Juden geschrieben wurden oder nicht. Das Verdienst dieses Romans sei es, dass der jüdische und der prophetische Geist einer dichterischen Begabung entspringe und nicht einem Rassegefühl. Ebensowichtig sei es zu wissen, dass das Bild des patrizischen Lebens in seinem ersten Roman, den ›Buddenbrooks‹, nicht der Phantasie eines jungen jüdischen Schriftstellers entsprungen sei, sondern den eigenen Erinnerungen.
