Thomas Mann an Anna Jacobson
- Zeitraum
- Freitag, 13. November 1936
- Empfänger:in
- Ort
Zusammenfassung
Hat keines der Bücher, die J. ihm als möglich oder nützlich für Joseph-Studien nannte, gelesen. Das ganze Werk »lebt vielmehr von der Erfindung als vom Studium«. Bevor der vierte Band in Angriff genommen wird, schreibt er eine 1816 in Weimar spielende Novelle, »worin ich mir die phantastische Freude mache, Goethen einmal persönlich auf die Beine zu stellen. Kühn, nicht wahr? Aber nachdem ich’s mit 40 vermieden (beim ›Tod in Venedig‹, der aus der eigentlich erträumten Ulrike-Geschichte wurde) will ich mir’s mit 60 lustspielmäßig gönnen.« – Will den Namen des Münchener Malers, der die Anregung zum Joseph-Roman gab, nicht genannt wissen.
