Thomas Mann an Kuno Fiedler

Zeitraum
Sonntag, 22. November 1936
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Dankt für F.s Brief und die verschiedenen Beilagen, insbesondere für den Brief von F.s Bruder aus Deutschland, worin von der apathischen Stimmung der Bevölkerung gegenüber den Regierungsmaßnahmen des Nazi-Regimes berichtet wird. Man warte dort fatalistisch auf die Weltkatastrophe. Teilt F.s Optimismus nicht, dass »das Unwesen« binnen eines halben Jahres zu Ende sein könnte. Rät F., sich rechtzeitig zu bemühen, um mit Hilfe seiner Freunde in der Schweiz, die für ihn bürgen würden, seine Anstellung bei den geistlichen Behörden sicherzustellen. Muss leider den von seiner Frau in St. Antönien angekündigten Besuch wieder absagen, da er noch größere und kleinere Reisen vorhabe, unter anderem nach Prag und innerhalb der Schweiz zu Vorlesungen zugunsten der Emigrantenkinder. Lädt F. stattdessen ein, ihn auf einem Fußmarsch oder zu Ski, »statt der unwegigen Eisenbahn«, zu besuchen. – Hat in der schweizerischen und ausländischen Presse einen Artikel veröffentlicht, »der auch in Deutschland zur Gekränktheit Anlaß geben wird«. – Erich von Kahler, bei ihm zu Besuch, lässt grüßen.

Erwähnungen

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