Thomas Mann an Paul Amann

Zeitraum
Mittwoch, 25. November 1936
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

A.s danksagende Briefe zu ›Joseph in Ägypten‹ haben ihn besonders erfreut, da Besprechungen in Deutschland nicht erscheinen dürfen. – Beschäftigt sich mit dem im jüdischen Schocken-Verlag erschienenen Buch A.s, das eingestampft wurde. Vielleicht wäre die Wahl eines anderen nicht speziell jüdischen Verlages besser gewesen. Überlegt sich verschiedene Verlagsmöglichkeiten und erbietet sich, sich bei Bermann-Fischer für A. zu verwenden. – Ist über die Nachricht, dass Ossietzky den Friedensnobelpreis bekommen hat, sehr erfreut. »Endlich eine aufrichtende Kunde, ein Zeichen von Mut, von Widerstand in der Welt nach all der Leisetreterei und all dem konsternierten Zurückweichen.« Entrüstet sich gegen die Niederwerfung des spanischen Volkes durch den europäischen Faschismus und über das harte Urteil gegen einen reichsdeutschen Bergingenieur. – Schreibt an ›Lotte in Weimar‹.

Erwähnungen

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