Thomas Mann an Jespersen og Pio Forlag, Kopenhagen

Zeitraum
Montag, 22. Februar 1937
Datierung
22.2.1937
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Erfuhr durch seinen deutschen Verleger, dass Jespersen og Pio es ablehnt, die dänische Übersetzung des dritten Bandes des Joseph-Romans herauszubringen. Hält ihm vor, dass unter allen seinen nicht-deutschen Verlagen er der einzige sei, der mitten in der Publikation der Romanfolge die Flinte ins Korn würfe. Dieser Band gelte nach allgemeinem Urteil als der unterhaltendste und reizvollste Roman, der alle Verluste, die durch die mehr »religionsgeschichtlich« belasteten ersten Bände entstanden seien, wieder ausgleichen würde. – Vermutet, dass der Entschluss des Verlages mit seiner Ausbürgerung aus Deutschland zu tun habe. Es sei aber ausgesprochen kurzsichtig, von einem deutschen Autor die Hände ziehen zu wollen, weil er mit seiner Regierung auf feindlichem Fuße stehe. Auf das Urteil der Welt hätten diese Dinge keinen Einfluss, besonders keinen negativen, wie er immer wieder auf seinen Vortragsreisen erfahre. – Darüber hinaus gebe es für einen literarischen Verlag gewisse ideelle Verpflichtungen zu erfüllen, auf die hinzuweisen er sich verpflichtet fühle.

Erwähnungen

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