Thomas Mann an Johannes R. Becher

Zeitraum
Montag, 29. März 1937
Datierung
29.3.1937
Empfänger:in
Ort

Zusammenfassung

Gestattet die Benutzung seiner Äußerung über B.s Gedichte [vgl. Brief an Johannes R. Becher vom 5.2.1936 / Reg.36/24]. – Bedauert, keinen Beitrag für die ›Internationale Literatur‹ anbieten zu können, zumal er als Herausgeber von ›Mass und Wert‹ zuerst an diese Zeitschrift denken müsse. – Äußert sich ausführlich zu B.s Gedanken, seinen Bruder Heinrich als Nobelpreis-Kandidaten aufzustellen. Die Preiswürdigkeit sei zweifellos vorhanden, aber in der Praxis gäbe es viele Schwierigkeiten. Weist darauf hin, wieviele bedeutende Dichter-Persönlichkeiten nicht berücksichtigt wurden und dass eine Reihe der früheren Preisträger seinen Bruder nicht benennen würden. Im Übrigen würde das Komitee auf den Druck der öffentlichen Weltmeinung von Fall zu Fall Rücksicht zu nehmen haben. Bei seinem Bruder müsste die Aktivität von der Linkspresse ausgehen und das könnte dann eine entgegengesetzte Wirkung haben.

Erwähnungen

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